Velké Němčice

Velké Němčice (deutsch Groß Niemtschitz) ist eine Minderstadt in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer nordwestlich von Hustopeče und gehört zum Okres Břeclav.

Velké Němčice befindet sich linksseitig der Svratka auf einer Terrasse zwischen dem Fluss und dem Bach Křepický potok. Das Städtchen liegt am Fuße der Hügel der Boleradická vrchovina im Nordosten der Thaya-Schwarza-Talsenke. Im Osten erheben sich die Křepická stará hora (Framberg, 322 m) und die Punty (Punkenberg, 283 m) sowie südöstlich die Růžová (Rosenberg, 283 m). Einen Kilometer östlich verläuft die Autobahn D 2. Gegen Norden befindet sich der Naturpark Výhon. Südlich liegt das Sumpfland Bradač.

Nachbarorte sind Nosislav, Boudky und Zeleňák im Norden, Moutnice und Nový Dvůr im Nordosten, Křepice im Osten, Kurdějov und Nová Ves im Südosten, Starovice und Uherčice im Süden, Vranovice im Südwesten sowie Přísnotice im Nordwesten.

Die erste schriftliche Erwähnung von Velké Němčice erfolgte 1228 als Besitz des Klosters Velehrad. Die Zisterzienser unterhielten eine Grangie und betrieben Weinbau und Viehzucht. Zudem ließen die Mönche an der Svratka Fischteiche anlegen. 1334 bestätigte Markgraf Karl Velké Němčice die Halsgerichtsbarkeit. Im 14. Jahrhundert verpfändete das Kloster Velké Němčice an Milota von Tworkau. Dieser ließ den Klosterhof zur Feste umbauen. Aus dem Jahre 1392 stammt die erste Nachricht über eine der Jungfrau Maria geweihte Kirche. Die Herren von Tworkau verkauften das Gut Velké Němčice 1492 an Wilhelm II. von Pernstein. Eine Blütezeit erreichte Velké Němčice während des 16. Jahrhunderts. Als die Pernsteiner 1549 die inzwischen wüste Feste an Sigmund Held von Kement verkauften, wurde Velké Němčice als Städtchen bezeichnet. Im selben Jahre erteilte Ferdinand I. auf Helds Ansuchen Velké Němčice das Privileg zur Abhaltung von zwei Jahrmärkten und einem Wochenmarkt. In Velké Němčice bestand zu dieser Zeit eine protestantische Pfarre. Held ließ die wuchtige Wasserfeste an der Svratka zu einem repräsentativen Prachtbau umgestalten. Am 8. Oktober 1562 erhob Kaiser Ferdinand I. die Feste zum Schloss und Velké Němčice zur Stadt mit dem Recht zur Anlegung einer Stadtbefestigung und der Siegelung mit rotem Wachs. Held konnte seine Pläne zum Ausbau von Velké Němčice zur Stadt und Herrschaftssitz nicht verwirklichen, er verstarb 1564. Anschließend wechselten die Besitzer häufig. Zu ihnen gehörten die Herren von Boskowitz und die Grafen von Thurn.

Im Jahre 1605 wurde Velké Němčice von den ungarischen Aufständischen unter Stephan Bocskai gänzlich in Schutt und Asche gelegt. Velké Němčice bestand zu dieser Zeit aus 87 Wirtschaften. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wurde zu zwei Fünfteln für den Weinbau genutzt. Aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt das älteste Ortssiegel mit der Inschrift SIGILLVM OPPIDVLI MEGALO NIEMCINSIS. Am 4. Jänner 1621 wurde das Städtchen erneut von ungarischen Truppen Gábor Bethlens niedergebrannt, nachdem Bethlens Heer zwischen Hustopeče und Velké Němčice die Kaiserlichen überrannt hatten. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurden die Güter des Aufständischen Johann Jakob von Thurn konfisziert. Im Jahre 1622 ist die erste Schule in Velké Němčice nachweisbar. 1623 verwüsteten Bethlens Truppen erneut das Städtchen, das Schloss und die Kirche.

Das auf 90.000 Gulden geschätzte Allodialgut Velké Němčice kaufte 1626 Stephan Schmidt von Freyhofen. Dieser veräußerte das zugehörige Dorf Popice umgehend an Kardinal Franz Seraph von Dietrichstein, der es seiner Herrschaft Nikolsburg einverleibte. 1627 verkaufte Schmidt das Städtchen Velké Němčice an den Verwalter der Dietrichsteiner Güter mcm taschen sale, Simon Kratzer von Schönsberg. Während der Rekatholisierung erlosch 1627 die Pfarre und die geistlichen Aufgaben übernahm der Pfarrer von Nosislav. Kratzer veräußerte das Schloss und Städtchen 1642 für 47.000 Gulden an Johann von Montrochier. Seit 1642 wurde wieder in Privathäusern unterrichtet. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Velké Němčice nach der Besetzung des Schlosses Seelowitz durch Torstensson im März 1645 von den Schweden drangsaliert. Am 25. Mai 1652 wurde in Velké Němčice wieder ein katholischer Pfarrer eingesetzt. Eingepfarrt waren auch die Meierhöfe Baudeck, Grünbaum und Neudorf. Franziska Gräfin von Fürstenberg, die das Gut von ihrer Mutter Ursula von Egkher geerbt hatte, überließ das Erbe am 28. November 1661 ihrem Bruder Johann Ernst von Montrochier. 1663 fielen tatarische und kumanische Abteilungen des aufständischen siebenbürgischen Fürsten Franz I. Rákóczi in Velké Němčice ein. Im Hufenregister von 1667 sind für Velké Němčice 47 wüste und 44 bewirtschaftete Anwesen ausgewiesen, weitere 13 waren neu besiedelt und standen noch in der Frist. Am 25. Juli 1667 tauschte Johann Ernst von Montrochier das Allodialgut Velké Němčice mit Johann Friedrich von Trauttmansdorff gegen eine Barzahlung von 60.000 Gulden gegen das Gut Větrný Jeníkov ein. Dieser ließ südöstlich des Städtchens das aus fünf Anwesen bestehende Dorf Neudorf/Nová Ves anlegen, das nach ihm anfänglich auch als Friedrichsdorf/Ves Fridrichova bezeichnet wurde. Trauttmansdorff veräußerte Velké Němčice bereits 1668 für 55.000 Gulden an Donat Johann Heißler von Heitersheim, der das Gut im Jahre darauf mit hundert Dukaten Aufschlag an Friedrich Emmerich Schipko von Schihoffen weiterreichte. 1673 lag noch immer ein Drittel der Wirtschaften wüst. Die Zahl der Einwohner wird zu dieser Zeit auf 400 geschätzt. Im Jahre 1733 gründete sich die Bruderschaft der hl. Johannes von Nepomuk, die durch Joseph II. verboten wurde.

1736 setzte Friedrich Emmerichs Sohn Johann Wilhelm Schipko von Schihoffen seine Frau Anna Barbara Roden von Hirschenau als Universalerbin ein. Sie wirtschaftete das Allodialgut Velké Němčice und den Freihof Boudek in den Ruin. 1753 musste sie ihre Besitzungen an Philipp Graf Serényi abtreten. Nach dessen Tode ersteigerte Friedrich Wilhelm von Haugwitz seine Besitzungen für 109.000 Gulden und 1000 Dukaten. Er verstarb 1765 ohne männliche Nachkommen und das Erbe fiel seinem Neffen Karl von Haugwitz zu. Am 20. März 1774 verkaufte dessen Witwe Josepha von Trachenberg das Allodialgut Velké Němčice einschließlich vier Meierhöfen und drei Schafhofen für 163.070 Gulden an Karl Fürst von Dietrichstein, der es an seine Herrschaft Seelowitz anschloss. Im Jahre 1791 bestand das Städtchen aus 176 Häusern und hatte 865 Einwohner. 1819 verkaufte Karls Sohn Franz Joseph zusammen mit der Herrschaft Seelowitz auch das Gut Groß Niemtschitz an Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, wobei der Kaufpreis für Groß Niemtschitz 250.000 Gulden betrug. 1831 verstarben 31 Einwohner bei einer Brechruhrepidemie. Im Jahre 1834 lebten in den 205 Häusern des Marktfleckens 1144 Menschen.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Velké Němčice/Groß Niemtschitz ab 1850 eine Marktgemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Auspitz und Gerichtsbezirk Seelowitz. Zu dieser Zeit lebten in dem Ort 1381 Menschen. Zwischen 1855 und 1867 gehörte der Ort zum Bezirk Seelowitz und nach dessen Aufhebung wieder zum Bezirk Auspitz. 1880 hatte der Markt 1568 Einwohner und 1890 waren es 1578. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bemühte sich Groß Niemtschitz vergeblich um einen Anschluss an des Eisenbahnnetz der Nordbahn. In dieser Zeit wurden die Straßenverbindungen Brno – Židlochovice, Velkě Němčice – Hustopeče und Šitbořice – Křepice – Vranovice hergestellt. Beim Großbrand von 1900 wurde auch die Schule zerstört. Im Jahre 1910 lebten in Groß Niemtschitz 1561 Personen. Nachdem die Bezirksstadt Auspitz und die südlichen Nachbarorte 1938 infolge des Münchner Abkommens dem Deutschen Reich zugeschlagen worden waren, lag Velké Němčice an der deutschen Grenze. Die Marktgemeinde Velké Němčice war danach bis 1949 dem Politischen Bezirk Brünn-Land und dem Gerichtsbezirk Židlochovice zugeordnet. 1949 wurde der Okres Hustopeče wiederhergestellt. Nach dessen 1960 erfolgter Aufhebung gehört Velké Němčice zum Okres Břeclav. Seit November 2006 besitzt Velké Němčice wieder den Status einer Minderstadt.

Für den Městys Velké Němčice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Velké Němčice gehört die Ansiedlung Nová Ves (Neudorf).

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Hudjefa I.

Hudjefa I. war ein altägyptisches Pseudonym für einen König (Pharao) der 2. Dynastie (Frühdynastische Zeit), der eventuell von um 2711 bis um 2709 v. Chr. regierte.

Hudjefa I. ist chronologisch schwer einzuordnen, da er zum einen nur in der Königsliste von Sakkara und im Turiner Königspapyrus in Erscheinung tritt und zum anderen sein wirklicher Königsname unbekannt ist.

Als im Neuen Reich während der 19. Dynastie diverse Königslisten erstellt wurden, stießen die zeitgenössischen Schreiber auf einen zerstörten Namenseintrag zwischen den Königen Neferkasokar und Chasechemui. Da der ursprüngliche Königsname nicht mehr lesbar war, kommentierten die Schreiber genau dies mit dem Wort „Hudjefa“, zu deutsch „zerstört“. Allerdings trugen sie das Wort in eine Kartusche ein, da es einen Königsnamen betraf. Nachfolgende Schreiber und Beamte hielten „Hudjefa“ aufgrund der Kartuscheneinfassung für einen realen Königsnamen und übernahmen den Eintrag in ihre Auflistungen

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Die Ägyptologen T. Dautzenberg und Wolfgang Helck äußerten die Vermutung, Hudjefa sei womöglich mit König (Pharao) Peribsen identisch. Ihre Mutmaßung stützt sich dabei zum einen auf den Umstand, dass Peribsens Name aufgrund seiner religiösen Reformen zu Lebzeiten in vielen ramessidischen Königslisten weggelassen wurde, zum anderen widersprechen die im Turiner Königspapyrus angegebenen 11 Jahre einem König, von dem augenscheinlich nicht einmal der Name erhalten blieb.

Der Turiner Königspapyrus bescheinigt Hudjefa I. eine Regierungsdauer von 11 Jahren. Ägyptologen wie Thomas Schneider und Jürgen von Beckerath betrachten diese Zeitangaben als überzogen und gehen von einer Herrschaftsdauer von nur 2 Jahren aus.

Der antike Historiker Manetho erwähnt zwischen den Königen Neferkasokar („Nephercheres“) und Chasechemui („Cheneres“) einen Herrscher namens „Sesochris“, dem er 48 Jahre Regierungszeit zuspricht und ihn als „5 Ellen hoch und 3 Spannen breit“ beschreibt.

Da bislang keinerlei archäologische Funde Hudjefas Zeit sicher zugeordnet werden können mcm taschen sale, ist nichts Konkretes über politische, kultische oder wirtschaftliche Ereignisse bekannt. Es wird jedoch allgemein angenommen, dass Hudjefa I. nur in Unterägypten regierte, da sein Name in der Sakkara-Liste erscheint, in der Königsliste zu Abydos hingegen fehlt und die Sakkara-Liste memphitische, also unterägyptische, Traditionen widerspiegelt.

Hudjefa I. wird zudem als Gegenregent zu den Herrschern Peribsen und Sechemib angesehen. Hintergrund dieser Ansicht ist eine vermutete Reichsteilung zum Zeitpunkt des Todes von König Ninetjer. Nach einer mehrjährigen Dürre soll Ninetjer Ägypten in zwei eigenständige Hälften gespalten und unter seinen Erben aufgeteilt haben, um den dürrebedingten, wirtschaftlichen und innerpolitischen Konflikten entgegenzuwirken. Zu Hudjefas Zeit hätte Ägypten somit aus zwei Landeshälften bestanden, von denen der südliche Teil von Königen wie Peribsen dominiert wurde, während im Norden neben Hudjefa I. Könige wie Sened und Neferkasokar herrschten. Beendet wurde die Reichsteilung unter König Chasechemui

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Allgemeines

Reinhold Schlothauer

Reinhold Schlothauer (* 12. Februar 1948 in Eschwege) ist ein deutscher Strafverteidiger und Rechtswissenschaftler.

Schlothauer studierte von 1967 bis 1972 Jura an den Universitäten Marburg und Bonn. 1976 promovierte Schlothauer an der Universität Bremen zum Thema Zur Krise der Verfassungsgerichtsbarkeit und ist seit demselben Jahr am Landgericht Bremen als Rechtsanwalt zugelassen mcm taschen sale. 1982 erhielt er die Zulassung als Anwalt beim Hanseatischen Oberlandesgericht Bremen. Er lehrt seit 1988 an der Universität Bremen und ist dort seit 1994 Honorarprofessor. Schlothauer ist ferner Mitglied des Strafrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer und Beiratsmitglied beim Fachinstitut Strafrecht des Deutschen Anwaltsinstituts.

Schlothauer wurde als Fachanwalt für Strafrecht zugelassen und gehört der Bremer Rechtsanwalts- und Notars-Sozietät Joester & Partner an. Er war unter anderem als Strafverteidiger in dem Strafprozess in der Folge des Konkurses der Bremer Großwerft Bremer Vulkan AG und im Prozess um den Unfall auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland vom 22. September 2006 tätig.

Als Wissenschaftler befasst er sich mit Straf- und Strafprozessrecht sowie mit der Kriminalpolitik in Europa. Schlothauer verfasste

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, teils als Co-Autor, mehrere Fachbücher vor allem zur Strafverteidigung, die zum Teil mehrere Auflagen erfuhren. Zudem verfasste er mehrere Beiträge zum Münchener Anwaltshandbuch Strafverteidigung. Er war 1980 Mitgründer der juristischen Fachzeitschrift Strafverteidiger, deren Redaktion er seitdem angehört.

Yoon Kyung-won

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Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft des asiatischen Landes gab der Verteidiger beim Turnier der Division II der Weltmeisterschaft 2001 im spanischen Majadahonda, als durch einen 3:2-Erfolg im abschließenden Spiel gegen die Gastgeber der Aufstieg in die Division I gelang. In der Division I vertrat er sein Land bei den Titelkämpfen 2002, 2004, 2008 und 2013. Nach dem Abstieg 2002 aus der Division i war er 2003 im heimischen Seoul am Titelgewinn in der Division II und dem damit verbundenen sofortigen Wiederaufstieg beteiligt. Bei den Winter-Asienspielen 2007 im chinesischen Changchun errang er mit seinem Team die Bronzemedaille hinter Japan und Kasachstan. Zudem vertrat er seine Farben bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014.