North-South Expressway (Malaysia)

Der North-South Expressway (Abk.: NSE), malaiisch Lebuhraya Utara-Selatan, ist eine malaysische autobahnähnliche Schnellstraße, welche von der thailändische-malaysischen Grenze in Perlis, an der Westküste entlang bis nach Johor Bahru am südlichen Ende der Malaiischen Halbinsel verläuft. Der NSE ist auch unter dem Namen Plus Expressway bekannt.

Der NSE wurde am 8

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. September 1994 eröffnet und ist mit 966 km Länge bis heute die längste Schnellstraße in Malaysia.

In den 1970er Jahren begann man mit den Planungen einer ersten Schnellstraße für die Westküste Malaysias mcm taschen sale. 1977 erhielt das Infrastrukturministerium den Auftrag zur Planung dieser Schnellstraße, welche alle wichtigen Zentren an der Westküste der Malaiischen Halbinsel verbinden sollte.

1981 begannen die Bauarbeiten, welche bis zur Gründung der heutigen Betreibergesellschaft Plus Expressways Berhad 1988 von der Malaysian Highway Authority beaufsichtigt wurden. Um Geld für laufende Bauinvestitionen zu erhalten, wurden bereits fertiggestellte Teilabschnitte inklusive Mautstellen in Betrieb genommen.

Der North-South Expressway wurde 15 Monate früher als geplant fertiggestellt und konnte deswegen schon am 8. September 1994 von Mahathir bin Mohamad, dem malaysischen Premierminister, eingeweiht werden.

Der NSE verbindet viele große Städte an der Westküste. Der NSE verläuft von der thailändisch-malaysischen Grenze im Norden bei Bukit Kayu Hitam im Bundesstaat Perlis über die Städte Alor Setar, Sungai Petani, Butterworth, Taiping, Ipoh, Rawang, Kuala Lumpur, Seremban, Melaka (Malakka) bis nach Johor Bahru und den dortigen Anschlussstraßen nach Singapur.

Der NSE ist in Kuala Lumpur nicht durchgängig. Dort besteht eine Lücke von etwa 100 km. Trotzdem ist eine Fahrt von Norden nach Süden ausschließlich auf Expressways möglich. Dazu umfährt man den Großraum Kuala Lumpur und das Bundesterritorium Putrajaya westlich über den New Klang Valley Expressway und den North-South Expressway Central Link.

Der NSE ist einer deutschen Bundesautobahn sehr ähnlich. Fast die gesamte Strecke ist vierspurig (zwei Spuren je Richtung) und mit zwei Standstreifen ausgelegt. Teilabschnitte sind sechsspurig ausgelegt. Die Autobahnauf- und Abfahrten werden weitläufig eingefädelt. Notfalltelefone gibt es alle zwei Kilometer.

Der Teil südlich von Kuala Lumpur ist mit einem sehr breiten Mittelstreifen ausgestattet worden. In weiten Abschnitten baut man zurzeit auf diesem in beiden Richtungen eine dritte Fahrbahn, indem man sie zur Mitte hin anfügt. Vorteil dieses breiten Mittelstreifens ist, dass kostenaufwendige Hügeleinschnitte und Dämme nicht verbreitert werden müssen.

Der Unterbau wurde nach westlichen Standards errichtet, der Fahrbahnbelag ebenfalls. Die Trasse ist für Hochgeschwindigkeitsfahrt ausgelegt. Die Kurven haben einen großen Radius und der Neigungswinkel ist klein.

Der bergige Abschnitt zwischen Gopeng und Tapah ist mit 200 Mio. Ringgit pro Kilometer, im Vergleich zum Durchschnitt mit 20 Mio. RM/km, der teuerste.

Der 800 m lange Menora Tunnel bei Jelapeng ist der einzige Tunnel auf dem NSE und war zum Zeitpunkt der Fertigstellung der längste auf der malaiischen Halbinsel.

Zurzeit wird an mehreren Streckenabschnitten eine dritte Spur an die bestehenden zwei Fahrbahnen angefügt. U. a. wird der gesamte Trassenabschnitt zwischen Kuala Lumpur und der Ausfahrt Slim River in beiden Richtungen um eine Spur ergänzt, wozu die Bergeinschnitte und Dammbauten auf diesem hügeligen Abschnitt verbreitert werden müssen.

Die Betreibergesellschaft Plus Expressways Berhad benutzt auf dem größten Teil des NSE ein geschlossenes Mautsystem: Alle Fahrzeuge erhalten an den Auffahrten Tickets und bezahlen den gefahrenen Abschnitt an der Autobahnabfahrt an einem so genannten Toll Plaza.

Pendler können verschiedene Karten kaufen, die man bei langsamer Fahrt durch das Toll Plaza an die Windschutzscheibe hält. Ein Computer bucht einen günstigeren Tarif ab.

Es gibt Autobahnkreuze bzw. Autobahndreiecke mit Anschluss zu den Autobahnen: E 1 Expressway Penang Bridge, E 1 New Klang Valley Expressway, E 6 North-South Expressway Central Link, E 29 Seremban-Port Dickson Highway, E 3 Second Link Expressway.

Metro Dubai

Als Metro Dubai (arabisch مترو دبي Metrō Dubayy) wird das U-Bahn-Netz in Dubai bezeichnet. Es ist das vierte U-Bahn-Netz im Nahen Osten und wird gänzlich fahrerlos auf einem Streckennetz in 1435-mm-Normalspurweite betrieben.

Die Planung sah vor, dass der Endausbau um 2020 mit 170−200 km Strecke und etwa 120 Haltestellen abgeschlossen werden sollte. Mit 90 Zügen sollten durchschnittlich 1,2 Millionen Passagiere täglich und etwa 355 Millionen jährlich transportiert werden.

Der Baubeginn erfolgte im Oktober 2005 durch ein Konsortium japanischer Unternehmen und eine Teileröffnung mit zunächst zehn Haltestellen des ersten Bauabschnitts der „Roten Linie“ fand am 9. September 2009 statt. Am 9. September 2011 folgte die spangenartige kürzere „Grüne Linie“ mit zunächst 16 Stationen.

Die anfänglich veranschlagten Baukosten des Systems wurden mit etwa 15,5 Milliarden VAE-Dirham (etwa 3,8 Milliarden Euro) und die jährlichen Unterhaltskosten mit 133 Millionen Euro beziffert. Ende August 2009 teilte die Straßen- und Transportbehörde RTA mit, dass 50–60 % der ursprünglichen Planung geändert und ergänzt worden seien, was zu einer Kostensteigerung von 80 % auf 28 Milliarden Dirham (5,7 Milliarden Euro) führen werde. Die Kostensteigerung soll vor allem aus nicht eingeplanten Zusatzbauten wie weiteren Großparkhäusern, veränderten Zuführungsbauwerken, schwierigeren Straßen- und Brückenanpassungen, neuen Busbuchten und Haltestellen der Zubringerlinien, Qualitätsverbesserungen der Stationen sowie der nachträglichen Streckenverlängerung der Grünen Linie um sieben Kilometer entstanden sein. Letztendlich beliefen sich die Baukosten der roten und grünen Linie auf knapp 7 Milliarden Euro.

Die am Bau der Metro Dubai beteiligten japanischen Firmen hatten die Arbeiten Anfang 2010 vorübergehend gestoppt. Grund waren ausbleibende Zahlungen an die Firmen, berichtete am 7. Januar 2010 die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Danach stellten die vier japanischen Konsortialfirmen die Arbeiten ein, um über die Bezahlung zu verhandeln. Die Summe der unbezahlten Rechnungen belief sich laut Nikkei schon Ende Oktober 2009 auf umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Für die Restarbeiten zur Fertigstellung der Roten Linie wurde zwischen RTA und Auftragnehmern eine Vereinbarung getroffen, die auch weitere Nachschüsse öffentlicher Gelder beinhaltete.

Die Strecken verlaufen auf 18,7 km im Tunnel, der Rest oberirdisch. Tunnelstrecken wurden in der Innenstadt gebaut, auf den Außenstrecken führt die Metro über Rampen auf durchschnittlich etwa vier Meter hohen Viadukten, an einigen Stellen steigt die Hochstrecke bis zu sechs Meter auf, an anderen Stellen wurde – zum Beispiel beim Unterfahren von Brücken – die Fahrbahn auch abgesenkt. Die hierbei auftretenden Steigungen bzw. Gefälle von drei bis vier Prozent werden von den Reisenden kaum bemerkt. Außer einem ebenerdigen Bahnhof liegen alle oberirdischen Haltestellen auf Höhe der Viadukte.

Die Bahnsteigkanten sind mit Bahnsteigtüren ausgerüstet. Dies dient der Sicherheit, ermöglicht es aber auch, die Bahnsteige zu klimatisieren, was wegen der landesüblichen hohen Außentemperaturen die Akzeptanz dieses Verkehrssystems erhöhen soll.

Werbewirksame Namensrechte für einzelne Stationen sowie für eine ganze Linie können beim Betreiber erworben werden. Diese von der üblichen ortsgeografischen Stationsbenennung abweichende Vermarktung ist in der Öffentlichkeit mit Skepsis aufgenommen worden.

Die Rote Linie ist 52,1 km lang mcm taschen sale, davon 4,7 km im Tunnel, und verläuft zwischen dem Hafen Dschabal Ali und dem Stadtteil Raschidiyya, etwa 2 km südöstlich des Internationalen Flughafens Dubai. Am 9. September 2009 konnte nach Bauverzögerungen eine erste Teileröffnung stattfinden, weitere Abschnitte wurden 2010 und 2011 eröffnet. Die Station Union in Daira ist der flächengrößte unterirdische Metrobahnhof der Welt: 230 mal 50 Meter auf drei Etagen. Langfristig ist eine Verlängerung der Strecke von Dschabal Ali bis zur Grenze des Emirats Abu Dhabi im Gespräch. Da Abu Dhabi ein vergleichbares Metrosystem plant, eröffnet sich hier die Möglichkeit eines durchgehenden Verkehrs.

Die Grüne Linie ist 23,9 km lang (davon 7,9 km im Tunnel) und verbindet al-Qusais mit Dubai Creek. Mit der Roten Linie gibt es zwei gemeinsame Stationen: Union im Stadtteil Deira und Chalid bin al-Walid im Stadtteil Bur Dubai.

Neben den ersten beiden Linien gibt es im zweiten Bauabschnitt Pläne für weitere Strecken

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. Dubais staatliche Verkehrsbehörde (RTA) hat eine (recht ehrgeizige) mittelfristige Umsetzung der Planung für den öffentlichen Verkehr auf Schienen genannt: Um 2030 solle das Metronetz 420 Kilometer umfassen. Ob dies angesichts des schweren Einschnitts durch die Wirtschaftskrise 2008/2010 so kommt, wird angezweifelt.

Der Baubeginn für die Blaue Linie erfolgte im März 2009, wurde jedoch im Oktober 2009 wegen der Wirtschaftskrise wieder gestoppt. Die Linienlänge sollte 47 km betragen. Die Strecke wird weit ab des Zentrums in den neuen südlichen Stadtteilen verlaufen.

Bei der Violetten Linie, die als 49 km lange „Expresslinie“ besonders dringlich erschien, ist der Baustart ebenso auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Sie sollte relativ innenstadtfern vor allem die beiden Flughäfen mit einem binnenländischen Verlauf entlang der Sheikh Mohammed bin Zayed Road verbinden. Mit nur acht Stationen wurde sie für eine höhere Spitzengeschwindigkeit zwischen 135 und 160 km/h konzipiert. An drei zentralen Stationen war jeweils ein Check-in-Schalter für Fluggäste vorgesehen, die Gesamtfahrzeit sollte nur 40 Minuten betragen.

Darüber hinaus wird netzergänzend über eine Schwarze und eine Gelbe Linie nachgedacht, deren genaue Streckenführungen noch nicht festgelegt sind. Ferner ist geplant, die beiden großen außenliegenden Urbanisationsprojekte Palm Deira im Osten und die im äußersten Westen liegende Dubai Waterfront durch Streckenverlängerungen anzuschließen.

Die 87 Züge der Metro Dubai sind fahrerlose fünfteilige Triebwagen von 85 Meter Länge. Sie wurden von der japanischen Firma Kinki Sharyō geliefert und tragen die Nummern 5001-5087). Die Stromzuführung erfolgt über eine Stromschiene parallel zum Hauptgleis.

Die Züge weisen drei unterschiedliche Komfort-Zonen auf:

Maximal können 643 Fahrgäste pro Zug befördert werden, jedoch relativ wenige auf Sitzplätzen.

Die planmäßig gefahrene Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h (bis 110 km/h wäre technisch möglich). Während des normalen Betriebs beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit 45–50 km/h.

Die vollautomatische Zugsteuerung SelTrac stammt von der Firma Thales Rail Signalling Solutions. Zum Einsatz kommt deren zentral programmgesteuerte NetTrac Kontrolltechnik. Mit der maximal möglichen Zugfolge von 90 Sekunden und einer veranschlagten Geschwindigkeit von 90 km/h benötigt ein kompletter Zugumlauf auf der Roten Linie 2 Stunden 23 Minuten, auf der Grünen Linie 1 Stunde 23 Minuten. Bei vollem Betriebsausbau bietet die Rote Linie mit 51 Zügen zu Spitzenzeiten eine Kapazität von 11.675 Fahrgästen pro Stunde. Theoretisch ließen sich bei höchster Verdichtung mit 106 Zügen 25.720 Menschen pro Stunde befördern. Außerhalb der Spitzenzeiten wird mit größerem Zugabstand gefahren, Anfang 2010 zum Beispiel nur im 10-Minuten-Takt, was bereits zu Gedränge im Berufsverkehr geführt hat. Die Grüne Linie könnte mit maximal 60 Zügen eine Spitzenleistung von 13.380 Fahrgästen pro Stunde bieten.

Der Betrieb einer fahrerlosen Metro stellt auch besondere Anforderungen an die zu gewährleistende Sicherheit der Passagiere. Die Verkehrsbehörde stattete alle Stationen und Fußgängerbrücken lückenlos mit insgesamt 3000 Überwachungskameras aus, auch jeder Metrozug verfügt über mindestens zehn Kameras. Der technische Betriebsablauf wird über das NetTrac Modul Automatic Train System ATP abgewickelt

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, das z.B. dafür sorgt, dass, bleibt ein Zug liegen, die folgenden gestoppt werden. Auf der Hochstrecke ist alle 700 Meter ein leiterbestückter Abstiegspunkt für Passagiere vorbereitet. Der Fahrbetrieb wird intern von zivilem Sicherheitspersonal unterstützt, daneben wird die Verkehrsbehörde eine speziell als Verkehrspolizei geschulte 660 Personen starke Einheit der Polizei einsetzen, die illegale Handlungen oder Betriebs- und Verkehrsgefährdungen möglichst verhindern und verfolgen soll. Einige Beamte sind mit Spürhunden unterwegs, damit eventueller Rauschgiftbesitz und -handel unterbunden wird. Das Fahrgastverhalten an den Einstiegspunkten lässt bei starkem Andrang zu wünschen übrig, es gibt wenig Disziplin der zum Einstieg drängenden Fahrgäste. Daher wurde angekündigt, das Stationspersonal aufzustocken und noch besser zu schulen.

Die RTA sieht in der neuen Metro das Rückgrat eines Verkehrsverbundes zwischen Schiene, Straße und Fähren. Mit einer Verbundfahrkarte ist die Nutzung aller drei öffentlichen Verkehrsnetze möglich. An einigen Knoten- und Endpunkten der Metro werden Großparkplätze oder Parkhäuser mit 3000–6000 Stellplätzen angelegt; die Parkgebühr ist im Fahrpreis enthalten. Auf diese Weise sollen die Verkehrsstaus auf den Hauptstraßen Dubais vermindert werden. Von den Metrostationen werden schrittweise 41 neue Zubringerbuslinien eingerichtet, die mit 500 Omnibussen zu den angrenzenden Wohn-, Arbeits- und sonstigen Zielgebieten betrieben werden sollen. Der erforderliche Fußweg soll auf maximal 500 Meter begrenzt werden. Ende September 2009 wurde ein Kooperationsabkommen mit der größten privaten Taxigemeinschaft Dubai Taxi Corporation abgeschlossen. Es wurde vereinbart, dass ständig bis zu 300 Taxis mit besonders geschulten Fahrern an den Metrostationen bereitgehalten werden, im Gegenzug sorgt die RTA für ausreichend Stellplätze. Damit soll die Konkurrenzsituation zwischen Taxiunternehmen und dem erstarkten ÖPNV entschärft werden. Im Vorfeld der Metroeröffnung hatte es Befürchtungen vor existenzgefährdenden Umsatzeinbußen im Taxigewerbe gegeben.

Die Metro wird durch weitere schienengebundene Angebote ergänzt, durch:

Zur Einführung und Popularisierung wird die Metro staatlich subventioniert. Das in drei Entfernungszonen unterteilte Tarifsystem begann bei 2 Dirham (etwa 0,37 Euro) pro Einzelfahrt auf Papierticket bzw. 1,80 Dirham über die Mehrfachkarte, die weiteste Einzelfahrt (3 Zonen) kostet 6,50 Dirham bzw. 5,80 Dirham in der Economy Class, in der Gold Class jeweils das Doppelte. Die auch für Touristen geeignete 24-Stunden-Verbundkarte kostete 14 Dirham (etwa 2,56 Euro). Für einheimische Dauernutzer gibt es ein vorausbezahltes elektronisch abbuchbares Ticket, das einen Rabatt beinhaltet und das kostenlose Parken an einigen P+R-Metrostationen einschließt.

Obwohl alle Fahrzeuge das Logo der RTA zeigen, wird der Betrieb jedoch von Serco durchgeführt.

An den ersten Betriebstagen der Roten Linie (ab 10. September 2009) gab es verschiedene Probleme. Es kam zu einem technischen Ausfall (Materialfehler) eines Zuges bei einem Halt, die Passagiere mussten wieder aussteigen, die Ausfallzeit betrug zwei Stunden. Ein Schienenersatzverkehr entlang der Metrostrecke wurde nicht eingerichtet. Zusätzlich kam es zu Softwarefehlern und Problemen in der Synchronisation der Türöffnungen am Bahnsteig. Es gab mehrere Verzögerungen in der Zugbedienung in einigen Stationen mit Ausfällen von bis zu etwa einer Stunde. Es wurden dann an einigen Stationen ständig Ersatzbusse bereitgehalten. Kein Fahrgast sollte länger als 15 Minuten auf seine Weiterfahrt warten. Die Beschränkung auf zunächst nur zehn Metrostationen löste erste private Initiativen aus: Um die weiter entfernten Stationen, wenn diese kein entsprechendes Zubringerbusangebot boten, zu erreichen, stellte etwa eine Hochschule aus dem Dubai Knowledge Village einen Shuttlebus zur Station Mall of the Emirates (4,4 Kilometer) kostenlos zur Verfügung.

Nach 16 Tagen Metrobetrieb wurde die erste Million Passagiere gezählt, davon wurden bereits zahlreiche Fahrgäste als echte Umsteiger vom Pkw auf das neue Transportmittel identifiziert. Die Masse der Nutzer sind jedoch – wie erwartet – Umsteiger von Omnibuslinien und Taxis. Nach einem Monat Betrieb hatten gut 1,7 Millionen Fahrgäste die Metro benutzt, d. h. theoretisch war jeder Einwohner Dubais einmal eingestiegen.

Am 1. Mai 2010 hatte RTA einige sehr gut benutzte Buslinien zwischen der Innenstadt und Jebel Ali eingestellt. Dies wurde damit begründet, dass es sich um Parallelverkehr mit der Metro handele. Die vor allem von Berufspendlern benutzten Buslinien hatten jedoch meist eine kürzere Fahrzeit als ein durch zum Teil mehrmaliges Umsteigen verlängerter Weg mit Einbindung der Metro. Den Protesten der Fahrgäste sollte nachgegangen, gegebenenfalls einige Busverbindungen wieder eingerichtet werden.

Rund 30 Prozent der die Bahn regelmäßig Nutzenden besitzen einen Pkw, den sie zu Hause oder am Metroeinstieg stehen lassen. Eine deutlich entspannende Wirkung auf die Straßenverkehrssituation habe sich abgezeichnet. Dazu kann allerdings auch die aufgrund der Rezession verminderte Wirtschaftstätigkeit beigetragen haben.

Im Jahr 2013 wurden auf den beiden Metro-Linien 138 Mio. Fahrgäste befördert.

Die Spielerin

Die Spielerin ist ein TV-Film des österreichischen Regisseurs Erhard Riedlsperger aus dem Jahr 2005 nach Motiven des Romans Der Spieler von Fjodor Dostojewski. Die Erstausstrahlung erfolgte am 17. Juni 2005 bei Arte

Die attraktive und wohlhabende Polina Sieveking lernt in einem Hamburger Nobelhotel den Anwalt Friedrich Mühlbichler kennen, der nach einer ersten Annäherung spurlos verschwindet.

Polina, die sich in ihn verliebt hat, findet ihn schließlich in einem schäbigen Hamburger Hotel. Er gibt ihr Geld und bittet sie, genau eine halbe Stunde im Casino für ihn zu spielen, da sie ein Glückskind sei. Polina lehnt zunächst ab, da sie noch nie in einem Casino war, lässt sich dann doch überreden und gewinnt tatsächlich mit der Zahl 0, die erstaunlicherweise zweimal kommt. Friedrich ist überglücklich. Bei einem zweiten Versuch in Travemünde verliert jedoch Polina das ganze Geld. Friedrich gesteht ihr daraufhin, dass er unschuldig wegen Veruntreuung gesucht wird, und das Geld gebraucht hätte, um sich von dem Verdacht freizukaufen mcm taschen sale.

Entsetzt muss Polina miterleben wie er verhaftet wird. Als sie ihn im Gefängnis besucht, schmuggelt er ihr eine Vollmacht für sein letztes Geld zu. Sie will ihm helfen und beginnt mit ihrem eigenen Geld zu spielen, betreibt das Spiel systematisch und verliert immer mehr. Ihre Sucht treibt sie in den Ruin, sie endet schließlich in einem billigen Zimmer. In einem letzten verzweifelten Versuch verspielt sie auch Friedrichs eiserne Reserve. Friedrichs Prozess nimmt inzwischen eine positive Wende: seine Angestellte wird nun verdächtigt. Bis zur Klärung durch einen Zeugen aus der Schweiz wird Friedrich freigelassen. Es dauert einige Zeit bis er Polina in ihrer schäbigen Absteige findet. Er erkennt sofort, dass sie süchtig geworden ist und macht sich Vorwürfe, weil er selbst sie zum Spielen verleitet hat.

Er bringt sie dazu, sich für ein halbes Jahr in den Spielcasinos sperren zu lassen

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. Doch Polina kann von ihrer Sucht nicht lassen und beginnt in einem illegalen Casino zu spielen, wo sie weiter Schulden macht. Friedrich stöbert sie dort auf und erliegt selbst dem Reiz des Spiels. Gemeinsam gewinnen sie über 100 000 Euro. Friedrich will unbedingt weiterspielen, doch Polina hat die Stärke aufzuhören.

Am nächsten Tag, während die Angestellte Friedrichs vor Gericht durch einen Zeugen überführt und er freigesprochen wird, verliert Polina

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, von ihrer Sucht gepackt, den Gewinn vom Vortag. Friedrich findet sie völlig verstört auf dem Dachboden des Casinos, wo sie offensichtlich mit dem Gedanken gespielt hatte, sich hinunter zu stürzen.

Behutsam tröstet er sie und bringt sie weg aus dem unwirtlichen Gebäude.

„Es handelt sich um das beklemmende Psychogramm einer Spielleidenschaft. Hannelore Elsner stellt die von ihrer Sucht getriebene, gedemütigte, verzweifelte und sich selbst belügende Spielerin ohne große Gesten nuanciert und glaubwürdig dar. Wieder einmal beweist sie ihr großes Können als Charakterdarstellerin.“

Hans-Joachim Baurmeister

Hans-Joachim Baurmeister (* 28. Oktober 1898 in Glogau; † 22. Februar 1950 Kriegsgefangenenlager 5110/48 Woikowo bei Iwanowo) war ein deutscher Offizier, zuletzt im Range eines Generalmajors.

Als Fähnrich trat Hans-Joachim Baurmeister am 10. August 1914 in das 1. Niederschlesische Feldartillerie-Regiment „von Podbielski“ Nr. 5, gehörig zur 7. Kavallerie-Schützen-Division, ein. Wenig später wurde er zum Reserve-Feldartillerie-Regiment 50 versetzt und dort am 20. Januar 1915 zum Leutnant befördert.

Am 15. Oktober 1916 wurde Baurmeister schwer verwundet und übernahm nach einem Aufenthalt im Lazarett am 13. März 1917 wieder seine Position bei seiner alten Batterie.

Im Ersten Weltkrieg wurde ihm das Eiserne Kreuz beider Klassen verliehen

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.

Baurmeister wurde am 1. August 1933 zum Hauptmann befördert und stand ab dem 1. Oktober 1933 zur Verfügung des Chefs der Heeresleitung. Im Frühjahr 1940 nahm er am Westfeldzug teil und wurde am 14

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. Juni 1941 er zum Oberst befördert

Im Sommer 1941 wurde Baurmeister im Krieg gegen die Sowjetunion beim Angriff auf Mittelrussland eingesetzt. Am 12. Januar 1942 wurde er zum Lehrgangsleiter an der Artillerie-Schule I ernannt.

Nach weiteren Verwendungen als Kommandeur wurde Baurmeister Mitte Februar 1944 in die Führerreserve versetzt. Nach einem Einsatz als Kommandeur des Grenadier-Regimentes 1 ab dem 1. April 1944 wurde Baurmeister am 10. Mai 1944, inzwischen zum Generalmajor befördert, mit der Führung der 1. Infanterie-Division beauftragt. Am 8. Juni 1944 gab er dies Kommando ab und wurde wieder in die Führerreserve versetzt.

Nach einigen weiteren dann folgenden Kommandos wurde Baurmeister noch am 25. April 1945 zum Höheren Artillerie-Kommandeur 315 (HArko 315) ernannt.

Bei Kriegsende geriet Baurmeister in sowjetische Gefangenschaft, in der er 1950 starb. Er wurde auf dem Generalsfriedhof des Kriegsgefangenenlagers 5110 in Tschernzy beigesetzt.

Frankie Miller (Country-Musiker)

Frankie Miller (* 17. Dezember 1930 in Victoria, Texas) ist ein US-amerikanischer Country-Musiker. Millers bekanntester Titel ist Black Land Farmer.

Frankie Miller wurde 1930 in Victoria geboren (einigen Quellen zufolge erst 1931). Obwohl Miller bereits als kleines Kind sang, interessierte er sich erst in seiner Jugend durch Hank Williams für Country-Musik. Als Jugendlicher bekam er ein Football-Stipendium an einem College. In dieser Zeit gründete Miller auch seine erste eigene Band, die Drifting Texans, die auf KNAL eine eigene Radioshow moderierten.

Während Miller in Houston, Texas, arbeitete, wurde Gilt-Edge Records auf Miller aufmerksam und nahm ihn 1951 unter Vertrag. Nachdem Miller insgesamt zwölf Titel eingespielt hatte wurde er jedoch in die US Army berufen, um im Koreakrieg zu kämpfen.

Miller kehrte zwei Jahre später mit dem „Bronze Star“ ausgezeichnet in die USA zurück. 1954 unterschrieb er bei Columbia Records. Trotzdem erreichte keine seiner 1955 eingespielten Singles die Charts und Columbia ließ den Vertrag 1956 nicht verlängern, wahrscheinlich auch aufgrund des Siegeszuges des Rock ’n’ Rolls. Miller begann daraufhin, durch Texas zu touren und im Radio aufzutreten, unter anderem auch im Cowtown Hoedown aus Fort Worth, Texas. Zudem spielte er für kleine lokale Labels einige unbedeutende Platten ein mcm taschen sale.

Don Pierce

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, Eigentümer der Starday Records, war einer der wenigen gewesen, die Millers frühe Aufnahmen bei Gilt-Edge wahrgenommen hatten und nahm ihn daher 1959 unter Vertrag. Miller stellte sein Talent sofort mit Black Land Farmer unter Beweis, denn der Song erreichte 1959 die Top-Fünf der Billboard Country-Charts. Die Single wurde im Laufe der Jahre zu einem von Stardays populärsten Titeln. Mit Family Man konnte Miller einen Anschlusserfolg verzeichnen und das Magazin Cashbox zeichnete ihn als „Most Promising Country Artist“ 1960 aus. Er schloss sich dem Ensemble der Louisiana Hayride an und trat mehrmals in Amerikas beliebtester Radioshow, der Grand Ole Opry, auf.

1960 erreichte Miller mit Baby Rocked Her Dolly die Top-15 der Charts und eine Neuaufnahme von Blackland Farmer platzierte sich ein Jahr später auf Platz 16. Doch Miller hatte bereits seinen Karrierehöhepunkt erreicht. Es gelangen ihm in den nächsten zwei Jahren keine Hits mehr. 1964 meldete er sich noch einmal mit A Little South of Memphis in den Charts zurück.

1965 wechselte Miller zu United Artists Records, Hits blieben ihm aber weiterhin vergönnt. Er entschied sich kurz danach, der Musik den Rücken zuzukehren und fortan bei Chrysler zu arbeiten. Bear Family Records veröffentlichte in den 1980er-Jahren drei seiner Alben erneut. 1999 traf Miller die Entscheidung, wieder aufzutreten und brachte das Album Comeback heraus. 2003 reiste er zum ersten Mal nach Großbritannien für ein Konzert

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. Im August 2015 ist Frankie Miller auf einem Country-Festival in Schweden aufgetreten, außerdem wurde 2015 eine CD mit Neuaufnahmen im traditionellen Country Sound auf Heart of Texas Records veröffentlicht

Ludwig Fischer (Philologe)

Ludwig Fischer (* 28. Mai 1939 in Leipzig) ist ein deutscher Germanist und Philosoph

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. Er war Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg.

Bis 1965 studierte Fischer zunächst Biologie, dann der Germanistik, Evangelische Theologie und Allgemeinen Rhetorik an den Universitäten Tübingen, Basel und Zürich. 1965 legte er sein Erstes Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Evangelische Theologie ab und promovierte 1967 in der Allgemeinen Rhetorik mit einer Arbeit über Gebundene Rede. Dichtung und Rhetorik in der literarischen Theorie des Barock in Deutschland. Anschließend war er Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Stockholm und Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Deutsche Philologie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der TU Berlin.

1976 folgte die Habilitation für Deutsche Philologie an der TU Berlin. Seit 1978 war er Ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Seit 2004 ist er emeritiert.

Fischer arbeitete zur Gegenwartsliteratur und Sozialgeschichte der Literatur (unter anderem Massen- und Unterhaltungsliteratur). Außerdem war er in den Medienwissenschaft (Schwerpunkte: Fernsehen – Genres, Programmstrukturen – und Dokumentarfilm) und der Kulturtheorie und -geschichte (u. a. Geschichte des Lesens und der Lektüreweisen, der medialen Dispositive)

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, Kultursoziologie (besonders im Anschluss an Pierre Bourdieu) aktiv.

Vor seinem Ruhestand und darüber hinaus beschäftigte sich Ludwig Fischer mit der Wahrnehmungs- und Mediengeschichte des „kulturellen Konstrukts Natur“.

zur Arbeit Ludwig Fischers:

Carl Wilhelm Robert

Carl Wilhelm Robert mcm taschen sale, Rufname Carl (* 21. März 1740 in Kassel; † 8. April 1803 ebenda) war ein deutscher Theologe, Jurist und aktiver Freimaurer. Er war der Vater des Juristen Georg Friedrich Carl Robert.

Carl Wilhelm Robert wurde 1761 pro ministerio in Marburg examiniert und 1762 in Kassel zum Pfarrer ordiniert, danach war er bis 1767 zweiter Prediger der reformierten Gemeinde in Marburg

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, ab 1764 zugleich außerordentlicher, seit 1766 ordentlicher Professor der Theologie an der Universität Marburg. Im Jahr 1767 übernahm er die Funktion des Ephorus der Hessischen Stipendiatenanstalt. 1768 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Er war zwischen 1769 und 1778 viermal Dekan der Theologischen Fakultät. Seine Lehrschwerpunkte waren die Dogmatik, die Pastoraltheologie und die Exegese des Neuen Testaments. Von 1771 an wirkte zudem er als Konsistorialrat und Inspektor der reformierten Gemeinden im Oberfürstentum Hessen.

Im Jahr 1778 legte er alle theologischen Ämter nieder. Zugleich wurde er Mitglied der Juristischen Fakultät und ordentlicher Professor der praktischen Philosophie. Bis 1797 gehörte er zugleich der Juristischen und der Philosophischen Fakultät an. Den Grad eines Dr. iur. erwarb er 1779. Zwischen 1787 und 1794 war er viermal Dekan der Juristischen Fakultät, darüber hinaus zwischen 1769 und 1793 Prorektor der Universität. — Seine Lehrschwerpunkte in den Rechtswissenschaften waren das Kanonische Recht und der kanonische Kriminalprozess, das Kriminalrecht, die Institutionen und Pandekten sowie die Rechtsenzyklopädie. In der Philosophie befasste er sich mit Ethik, Naturrecht und Pädagogik.

Neben den universitären Verpflichtungen nahm er von 1784 an das Amt eines Samtrevisionsgerichtsrats wahr; 1785/86 war er Landtagsdeputierter. Er war Mitglied des von Johann Heinrich Jung-Stilling gegründeten Staatswissenschaftlichen Instituts an der Marburger Universität und 1790 dessen erster Vorsitzender; 1801 wurde er dessen Ehrenmitglied.

Im Jahr 1797 ist er als Oberappellationsgerichtsrat nach Kassel berufen worden.

Carl Wilhelm Robert ist 1763 in Lyon in der Loge La Concorde in den Bund der Freimaurer aufgenommen worden. Noch im gleichen Jahr wurde er in Paris in der Loge La Virtu zum Gesellen befördert und zum Meister erhoben worden. In Marburg war er bis zum Verbot der Freimaurerei in der Landgrafschaft Hessen-Kassel im Jahr 1793 Mitglied der Loge Zu den drey Löwen bzw. der aus ihr hervorgegangenen Loge Zum gekrönten Löwen, deren Schwergewicht sich nach 1772 nach Kassel verlagert hat. Robert war viele Jahre Meister vom Stuhl und hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Freimaurerei in Marburg und im nördlichen Hessen.

Christoph Maria Wagner

Christoph Maria Wagner (* 28. November 1966 in Pfullendorf) ist ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist.

Seine musikalische Ausbildung erhielt Christoph Maria Wagner an der Musikhochschule Köln in den Fächern Komposition bei Krzysztof Meyer und Dirigieren bei Volker Wangenheim sowie in Klavier bei Klaus Oldemeyer. Seit 1995 unterrichtet er selbst an der Kölner Musikhochschule.

Als Dirigent ist Wagner vor allem der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts verpflichtet. In dieser Funktion arbeitete er mit den Komponisten Helmut Lachenmann, Mauricio Kagel, Nicolaus A. Huber und Klaus Huber zusammen

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, ebenso mit dem Ensemble Modern und der Jungen Deutschen Philharmonie. Eine feste, langfristige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem EMEX-Ensemble. Gastdirigate führten ihn an die Kölner Oper, an das Kölner Schauspielhaus, das WDR-Rundfunkorchester, zum Oldenburger Ensemble „oh ton“ sowie zum Doelen Ensemble Rotterdam. Die Aufführung von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ bei der Ruhrtriennale 2006 und 2007 sowie beim Lincoln Center Festival 2008 in New York betreute Christoph Maria Wagner als Chorleiter, Repetitor und Assistent von Steven Sloane.

Als Pianist führt er neben eigenen Werken regelmäßig Werke der klassischen Moderne (Ives, Jolivet, Stockhausen) auf und macht Rundfunkaufnahmen für den WDR und für den Deutschlandfunk.

Christoph Maria Wagner begann seine kompositorische Entwicklung im Alter von 15 Jahren, entwickelte aber erst mit seinen ersten „gültigen“ Klavierwerken 1987 ein auf Arithmetik beruhendes Kompositionsprinzip, aus dem sich harmonische und formale Entwicklungen herleiten lassen.

Bei aller Vielfältigkeit der Besetzungen und Formen im weiteren Schaffen Wagners liegt ein zweiter Schwerpunkt im Musikdrama. Musikdramatische Werke sind dabei von kleiner Besetzung (Märchenstund, eine Ein-Personen-Revue nach einem persischen Märchen) bis zur groß angelegten Oper „The Night of The Living Dead“ nach dem gleichnamigen Spielfilm vertreten. Typisch ist, dass ihrem Wesen nach „undramatische“ Texte zu Libretti umfunktioniert werden, z.B. eine Predigt des Meister Eckart („Der Opferstock“) oder ein buddhistischer Koan-Text („Der Finger“)

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. Auch in seiner Kammermusik, z.B. in Viva il pubblico! (1999) für Bläserquintett, setzt Wagner musikdramatische Akzente

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, die den Interpreten theatralische Aktion abverlangen.

Seit 2009 verfolgt Wagner eine weitere Linie mit „Remix“-Kompositionen: In Anlehnung an die Praxis der Clubmusik wird das Material gegebener Werke im wörtlichen Sinne „neu abgemischt“ und auf diese Weise in die aktuelle Tonsprache überführt. Dabei kann es sich auch um besonders bekannte Vorlagen wie den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven oder deutsche Volkslieder handeln.

S&M Hunter

S&M Hunter (jap. 地獄のローパー、緊縛・SM・18才, Jigoku no Rōpā, Kinbaku SM 18-sai, wörtliche Übersetzung „Fessler der Hölle

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, Shibari, SM, 18 Jahre“) ist ein japanischer Spielfilm aus dem Jahr 1986. Es handelt sich um einen Pink Eiga mit Elementen der Komödie, des Westerns und des Superheldenfilms. Regie führte Shūji Kataoka, die Titelrolle spielte Shirō Shimomoto. International wurde der Film erst über 20 Jahre nach seiner Premiere in Japan veröffentlicht. 2009 erschien er in den USA auf DVD, zuvor wurde er dort bereits auf dem Austin Fantastic Fest und dem San Francisco Independent Film Festival gezeigt. In Deutschland lief er 2010 auf dem Pornfilmfestival Berlin.

Hauptperson des Films ist der einäugige S&M Hunter. Dieser hat die Fähigkeit, Frauen in Sekundenschnelle zu fesseln und gefügig zu machen. Er wird von dem homosexuellen Geschäftsmann Joe um Hilfe gebeten. Dessen Freund Jack wurde von einer weiblichen Gang entführt. Der S&M Hunter befreit den Mann gemeinsam mit einem befreundeten Dungeonbesitzer und dessen Sklavin Maria. Dabei trifft er auf Meg, die für den Verlust seines Auges verantwortlich ist mcm taschen sale. Es kommt zum Showdown, zu dem Meg in einer an das Dritte Reich angelehnten Uniform erscheint. Der S&M Hunter verliert bei dem Kampf auch sein zweites Auge, kann Meg aber dennoch besiegen. Er befriedigt sie sexuell, und lässt sie dann, an einem Kran hängend, zurück.

Annales (Zeitschrift)

Annales ist eine geschichtswissenschaftliche Fachzeitschrift, die von der École des Hautes Études en Sciences Sociales unter Mitwirkung des Centre national de la recherche scientifique in Paris herausgegeben wird.

Die Annales wurden 1929 von Marc Bloch und Lucien Febvre in Strasbourg als Annales d’histoire économique et sociale begründet. Publiziert wurden Arbeiten, in denen verschiedene humanwissenschaftliche Disziplinen für die Geschichtswissenschaft fruchtbar gemacht wurden. Aus der methodologischen Herangehensweise an die Geschichtswissenschaft unter Einbeziehung anderer Disziplinen entwickelte sich die nach der Zeitschrift benannte Annales-Schule, die bis heute in den Annales publiziert.

Im Verlauf ihres Erscheinens wurden die Annales mehrfach umbenannt. Die Annales d’histoire économique et sociale wurde 1939 in Annales d’histoire sociale umbenannt, 1942 in Mélanges d’histoire sociale und 1945 wieder zurück in Annales d’histoire sociale. Im Jahr darauf

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, in dem sie von der auf den interdisziplinären Ansatz hin ausgelegten Hochschule École des Hautes Études en Sciences Sociales herausgegeben wurde, erhielt sie schließlich den Titel Annales. Économies, Sociétés, Civilisations (Annales ESC), der bis 1993 beibehalten wurde. Seitdem erscheinen die Annales unter Annales. Histoire, Sciences Sociales (Annales HSS).

Als einflussreichster Herausgeber der Annales nach ihren Gründern gilt Fernand Braudel, der die Zeitschrift von 1956 bis 1968 verantwortete. Braudel entwickelte etwa das Konzept der „longue durée“; unter seiner Herausgeberschaft wurden grundlegende Aufsätze von Roland Barthes, Emmanuel Le Roy Ladurie oder Georges Duby in den Annales veröffentlicht.