Chalil (Sultan)

Al-Malik al-Aschraf Salah ad-Din Chalil (auch Khalil, arabisch الملك الأشرف صلاح الدين خليل, DMG al-Malik al-Ašraf Ṣalāḥ ad-Dīn Ḫalīl; † Dezember 1293) war ein Sultan der Mamluken in Ägypten (1290–1293) und Herrscher aus der Bahri-Dynastie. Er eroberte die letzten Reste der Kreuzfahrerstaaten in Palästina und Syrien.
Chalil war der Sohn des Sultans Qalawun und wurde nach dem Tod seines älteren Bruders as-Salih Ali im Jahr 1288 zum Vize-Sultan ernannt. Qalawun vertraute ihm nicht und weigerte sich anfangs, den Status seines Sohnes anzuerkennen. Im August 1290 kam es zu einem Massaker an muslimischen Händlern in Akkon durch italienische Kreuzfahrer. Daraufhin verlangte Sultan Qalawun die Auslieferung der beteiligten Kreuzfahrer sowie eine Entschädigungszahlung in Höhe von dreißigtausend venezianischen Zecchinen. Da der Stadtrat Akkons beide Forderungen ablehnte, entschied sich der Sultan, Akkon umgehend anzugreifen. Als er jedoch kurz vor dem Feldzug im November 1290 starb, wurde Chalil zum Sultan ernannt. Chalil setzte als Sultan das Werk seines Vaters fort und brach im März 1291 mit seinem ägyptischen Heer in Kairo auf, das in Syrien um weitere Kontingente verstärkt wurde und eine enorme Größe erreichte. Nach sechswöchiger Belagerung wurde Akkon von der Streitmacht am 18. Mai 1291 erstürmt. Jeder Bewohner, der nicht geflohen war, wurde massakriert. Im August desselben Jahres hatte Chalil schließlich die verbleibenden Kreuzfahrerburgen Tyros, Sidon, Haifa, Tartus und Beirut erobert und kehrte nach Kairo zurück. Damit waren die Kreuzfahrer vollständig aus Palästina und Syrien vertrieben. Aufgrund dieser Siege wurde Chalil als neuer Alexander bezeichnet.
Im Jahr 1292 fiel er mit seiner Streitmacht im Königreich Kleinarmenien ein, wo er nach einmonatiger Belagerung die Burg des armenischen Patriarchen eroberte. Bevor er mit einem zweiten Feldzug die kleinarmenische Hauptstadt Sis bedrohte, erkauften sich die Armenier Frieden, indem sie ihm einige Ländereien abtraten. Neben diesen militärischen Erfolgen konnte er außerdem Handelsbeziehungen zu den Königreichen Zypern, Aragon und Sizilien aufbauen.
Chalil setzte die Politik seines Vaters fort, türkische Mamluken durch kaukasische zu ersetzen, da er Erstere für unloyal hielt. Er ernannte den Araber Ibn al-Salus zum Wesir. Trotz seiner Vorsichtsmaßnahmen wurde Chalil im Dezember 1293 durch seinen türkischen Regenten Baydara ermordet. Baydara rief sich selbst zum Sultan aus, wurde aber sofort von den kaukasischen Mamluken (wahrscheinlich Adygen) getötet. Noch im Jahr 1293 wurde Chalils Bruder al-Malik an-Nasir Muhammad dessen Nachfolger.

Connecticut Open 2014/Qualifikation

Dieser Artikel zeigt die Ergebnisse der Qualifikationsrunden für die Connecticut Open 2014 des Damentennis. Insgesamt nahmen 48 Spielerinnen im Einzel an der Qualifikation teil.

 Brisbane  | Auckland | Shenzhen |  Sydney  | Hobart |  Australian Open  | Pattaya |  Paris  |  Doha  | Rio de Janeiro |  Dubai  | Acapulco | Florianópolis |  Indian Wells  |  Miami  |  Charleston  | Monterrey | Katowice | Bogotá | Kuala Lumpur | Marrakesch |  Stuttgart  | Oeiras |  Madrid  |  Rom  | Straßburg | Nürnberg |  French Open  | Birmingham |  Eastbourne  | ’s-Hertogenbosch |  Wimbledon Einzel / Doppel  | Bukarest | Bad Gastein | Båstad | Istanbul | Baku |  Stanford  | Washington D.C. |  Montreal  |  Cincinnati  |  New Haven  |  US Open  | Hong Kong | Taschkent | Québec (Stadt) | Seoul | Guangzhou |  Tokio  |  Wuhan  |  Peking  | Linz | Ōsaka | Tianjin |  Moskau  | Luxemburg (Stadt) |  WTA Championships  |  Tournament of Champions 
Klassifikation:   Grand Slam  |  Jahresendveranstaltung   Premier Mandatory  |  Premier 5  |  Premier  |  International 

Burg Altraderach

Die Burg Altraderach, auch Castrum in Radray, Alte Burg oder Heidenschlösschen genannt, ist eine abgegangene Burg im Bereich zwischen Unterraderach und Raderach. Der noch gut sichtbare Burgstall liegt auf der Gemarkung Kluftern der Stadt Friedrichshafen im Bodenseekreis (Baden-Württemberg).

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Raderach erbaut, 1160 erstmals mit Werner von Raderach urkundlich erwähnt, der die Übergabe von Eigenleuten an das Kloster St. Blasien bezeugt, Am 14. März 1280 verspricht Graf Manegold von Nellenburg dem Bischof von Konstanz gegen 150 Mark Silber das Castrum in Radray, das er von Wernher von Roderach erkauft und von König Rudolf zu Lehen empfangen hatte, von diesem Lehensverhältnis zu befreien und dem Hochstift Konstanz als Eigentum zu übergeben. Von diesem wurde die Burg später aufgegeben.
Die Kernfläche der Burg beträgt etwa 20 auf 21 Meter. Sie ist von einem heute noch gut zu erkennenden Ringgraben umgeben, der durch eine Wallrippe nach außen abgegrenzt wird. Der Ringgraben geht an der steilen östlichen Hangseite direkt in den Hang über, an den anderen Seiten sind noch Reste eines Vorwalls zu erkennen. Die flache Nordseite der Anlage wird durch einen hohen Vorwall und einen etwa 2,5 Meter tiefen Graben geschützt, der an der nordwestlichen Ecke der Anlage durchbrochen ist, offenbar lag zwischen dieser Ecke und der westlichen Wallrippe ein (wahrscheinlich jüngerer) Zugang. An der westlichen Seite ist der Vorwall deutlich niedriger, aber noch gut zu erkennen, an der Südseite ist er zu einer Terrasse mit einer leichten Erhöhung abgerutscht.
Die örtliche Überlieferung siedelt hier die Geschichte der Rosa von Tannenburg – die Alte Burg entspricht dabei der Tannenburg – und der ebenfalls abgerissenen Neuen Burg (Fichtenburg) in Raderach an. In der Folge gibt es in Raderach eine Fichtenburgstraße, in dem näher liegenden Unterraderach eine Tannenburgstraße.
Schlösser: Wasserschloss Bambergen | Schloss Billafingen | Schloss Birnau | Schloss Brochenzell (Schloss Humpis) | Schloss Buchhorn | Wasserschloss Burgberg | Schloss Efrizweiler | Schloss Friedrichshafen | Schloss Heiligenberg | Schloss Helmsdorf | Schloss Hersberg | Schloss Hohenstein | Schloss Hornstaad | Schloss Kattenhorn | Schloss Kirchberg | Schloss Liebenau | Schloss Markdorf (Altes Schloss, Bischofsschloss) | Schloss Maurach | Neues Schloss Meersburg | Schloss Montfort | Schloss Salem | Schloss Spetzgart | Neues Schloss (Tettnang) | Altes Schloss (Tettnang) | Torschloss Tettnang | Schloss Überlingen
Burgen und Ruinen: Burg Alt-Heiligenberg (abgegangen) | Burg Altraderach (Weiherberg, Heidenschlösschen) (abgegangen) | Burgruine Altsummerau | Wasserburg Argen (abgegangen) | Burg Baitenhausen (abgegangen) | Burg Baumgarten (abgegangen) | Burg Berg (abgegangen) | Burg Bermatingen (abgegangen) | Burgruine Ebersberg | Burg Echbeck (abgegangen) | Burg Falkenhalden (Falkenstein) (abgegangen) | Burg Frickingen (abgegangen) | Burg Gießen | Burg Hagenau (abgegangen) | Burguine Hohenbodman | Burgruine Hohenfels (Alt-Hohenfels, Nieder-Hohenfels) | Burgruine Hüneberg (Burghalde) | Burg Ittendorf | Burg Kilsenberg (abgegangen) | Lenensburg (abgegangen) | Burg Leonegg (abgegangen) | Burg Löwental (Eichstegen) (abgegangen) | Burg Markdorf (Altschloss) (abgegangen) | Burg Meersburg (Altes Schloss) | Burg Nesselwangen (abgegangen) | Burg Neu-Raderach (abgegangen) | Burguine Neusummerau | Burg Oberraderach | Burg Ramsberg (abgegangen) | Burg Sammletshofen (abgegangen) | Burg Waldburg (abgegangen) | Burg Zwingenburg
Festungen: Festung Gustavsburg (Befestigte Reichsstadt Buchhorn)
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Burg Bürgberg | Burg Nüffern
Herrensitze: Adelssitz Berg (abgegangen) | Fürstenhäusle | Schloss Hirschlatt | Schloss Killenberg | Rothsches Palais
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall über dem Achtobel | Befestigung im Banzenreuter Wald | Burgstall über dem Beurenhof | Burgberg Boshasel | Burgstall am Buchholz | Burgstall Buggensegel | Schloßbühl Burg | Bürgle | Schlossbühl Deggenhausen | Burgstall Drachenstein | Burgstall Eichle | Burgstall über dem Eisbrunnen | Befestigung Egg | Burgstall Hagenau | Wallanlage Heidengestied | Burgstall Hornstein | Burgstall Jettenhausen | Schlossbühl Kaltbächle | Burgstall Kaplinz | Burgstall Kohlberg | Schloßbühl Limpach | Burgstall Margarethenberg | Schlossbühl Oberuhldingen (Burg Oberrieden?) | Schloßbühl Owingen | Burghügel Sandacker | Burgstell Schiggendorf | Schwedenschanze | Burgstall am Seilerstobel (Ettenburg?) | Burgstall Hohenlinden | Burgstall im Wiedenholz | Burgstall Zielbühl
Wehrkirchen: Wehrkirche Bonndorf (St. Pelagius und Verena) | Wehrkirche Immenstaad (St. Jodokus)

Liste der Bischöfe von Jarrow

Die Liste der Bischöfe von Jarrow stellt die bischöflichen Titelträger der Church of England, der Diözese von Durham, in der Province of York dar. Der Titel wurde nach der Stadt Jarrow benannt.
Bistümer der Church of England • Erzbischöfe von Canterbury • Erzbischöfe von York
Bath und Wells • Birmingham • Bristol • Chelmsford • Chichester • Coventry • Derby • Ely • Exeter • Europe • Gloucester • Guildford • Hereford • Leicester • Lichfield • Lincoln • London • Norwich • Oxford • Peterborough • Portsmouth • Rochester • Saint Albans • St Edmundsbury & Ipswich • Salisbury • Southwark • Truro • Winchester • Worcester
Aston • Barking • Basingstoke • Bedford • Bradwell • Brixworth • Buckingham • Colchester • Crediton • Croydon • Dorchester • Dorking • Dover • Dudley • Dunwich • Ebbsfleet • Edmonton • Fulham • Grantham • Grimsby • Hertford • Horsham • Huntingdon • Kensington • Kingston-upon-Thames • Lewes • Ludlow • Lynn • Malmesbury • Plymouth • Ramsbury • Reading • Repton • Richborough • Sherborne • Shrewsbury • Southampton • Saint Germans • Stafford • Stepney • Swindon • Taunton • Tewkesbury • Thetford • Tonbridge • Warwick • Willesden • Wolverhampton • Woolwich
Blackburn • Carlisle • Chester • Durham • Leeds • Liverpool • Manchester • Newcastle • Sheffield • Sodor und Man • Southwell
Beverley • Birkenhead • Bolton • Bradford • Burnley • Doncaster • Huddersfield • Hull • Jarrow • Knaresborough • Lancaster • Middleton • Penrith • Pontefract • Selby • Sherwood • Stockport • Warrington • Whitby

Uterusmyom

inkl.: Fibromyom des Uterus Gutartige Neubildungen des Uterus mit Morphologieschlüsselnummer M889 und Malignitätsgrad /0
Myome der Gebärmutter (Uterusmyome) sind die häufigsten gutartigen Tumoren der Frau; so weisen ca. 25 Prozent der Frauen nach dem 30. Lebensjahr Uterusmyome (englisch Fibroids) auf, etwa 25 Prozent von ihnen haben Beschwerden. Myome können einzeln vorkommen (solitäre Myome), oft aber sind sie in größerer Zahl in der Gebärmutter verteilt. Eine durch Myome vergrößerte Gebärmutter wird als Uterus myomatosus bezeichnet. Von ihrer Form her sind Myome meist rund, histologisch meist Leiomyome (Tumore der glatten Muskulatur).

Myome entstehen und wachsen unter dem Einfluss von Östrogenen, Progesteron und Wachstumsfaktoren, daher nur im gebärfähigen Alter (in der Zeit zwischen erster und letzter Menstruation der Frau): Junge Mädchen können keine Myome haben, nach der Menopause entstehen keine neuen Myome mehr und bereits bestehende Myome können dann schrumpfen und eventuell verkalken. Myome verschwinden in den Wechseljahren nicht, sind dann aber durch die fehlende Blutungssymptomatik (Ausnahme Patientinnen mit Hormonersatz-Therapie) selten therapiebedürftig. Das Auftreten von Myomen kann erblich bedingt sein (familiäre Risikogruppen), häufig finden sich Chromosomenaberrationen. Das für die Fumarase codierende FH-Gen kann betroffen sein. Bei afrikanischen Frauen treten Myome mit vielfach höherer Wahrscheinlichkeit auf, rund doppelt so häufig wie bei kaukasischen. Auch in Westindien und den französischen Überseedepartementen treten sie gehäuft auf, manche Quellen sprechen von einem bis zu neunmal höheren Risiko bei afrikanischen, afrokaribischen und afroamerikanischen Frauen.
Man unterscheidet nach der Lage des Myoms bezogen auf die unterschiedlichen Schichten des Uterus mehrere unterschiedliche Typen:
Abhängig von der Größe und Lage der Myome im Uterus sind zwar die meisten Frauen mit einem Myom beschwerdefrei, es kann aber auch zu massiv verstärkten, verlängerten Regelblutungen (bei intramuralen Myomen wegen Kontraktionsschwäche des Uterus bzw. bei submukösen Myomen wegen gestörter Schleimhautregeneration) und/oder Zwischenblutungen kommen, möglicherweise bis hin zum Auftreten einer sekundären Anämie.
Weitere mögliche Beschwerden sind:
In der Schwangerschaft, meist zwischen drittem und sechstem Monat, können in seltenen Fällen isoliert starke Schmerzen im Bereich des Myoms auftreten, bedingt durch eine Beeinträchtigung der Blutzufuhr, die zur Infarzierung und Nekrose des Myoms führt (auch als rote Degeneration bezeichnet). Sehr selten kann ein großes Myom bei entsprechender Lage ein Geburtshindernis darstellen, sodass ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) durchgeführt werden muss. Das Risiko einer Fehlgeburt und Frühgeburt kann bei Frauen mit großen intrauterinen (sich in der Gebärmutter befindenden) Myomen etwas erhöht sein. Blutungen in der Schwangerschaft sowie (selten) eine vorzeitige Plazentalösung können als Konsequenz einer subplazentaren Lage eines Myoms auftreten. Myome können manchmal eine Ursache für Sterilität (Unfruchtbarkeit) darstellen. Sie werden aber nur in 3 % der Fälle als Hauptursache für die Unfruchtbarkeit angesehen.
Abgesehen von der Größenveränderung können sich Myome auch strukturell verändern, meist aufgrund gestörter Durchblutung:
Myome der Gebärmutter sind gutartige Tumore, die an sich keinerlei Therapie benötigen. Durch ihre Lage in der Gebärmutter und/oder ihre Größe (von sehr klein bis zu 15 cm oder größer) können sie jedoch Beschwerden verursachen, was dann eine Therapie erfordern kann.

Heinrich Wilhelm Roß

Heinrich Wilhelm Roß (* 26. Mai 1876 in Wilhelmshaven; † 25. Juli 1922 in Wiesbaden) war ein deutscher Glas- und Dekorationsmaler.

Heinrich Wilhelm Roß war der zweite Sohn des Lehrers Freerk Roß und der Johanna Catharina Roß, geb. Hobbing. Er besuchte in Wilhelmshaven die Volksschule und begann anschließend eine Lehre als Maler, die er jedoch abbrach. Der Lehrbrief der Oldenburger Malerinnung vom 30. April 1894 bescheinigte, dass Roß „das Maler-Gewerbe in Drei Jahren ordnungsgemäß erlernt und sich während dieser Zeit Sehr gut betragen“ habe. Die Probearbeit „wurde mit dem 1. Preise ausgezeichnet“. Als Malergehilfe setzte er seine Arbeit bei Emil Spalthoff bis zum 14. Oktober 1894 fort. Von Mitte April bis Mitte Oktober 1895 war er als Gehilfe bei August Olbers (Olpers) während dessen Arbeiten an den Malereien in der Klosterkirche zu Duderstadt tätig. Der Architekt Ludwig Klingenberg erstellte am 30. Januar 1896 ein Zeugnis für Roß’ Studienzeit an der Oldenburgischen Kunstgewerbe Schule. Der Theatermaler Wilhelm Christian Gerhard Mohrmann (1849–1934) bescheinigte ihm „ganz hervorragende Talente“ am 28. Januar 1896. Zur selben Zeit studierte der Glasmaler Georg Karl Rohde in Oldenburg, mit dem Roß später in Bremen und Wiesbaden zusammenarbeitete.
Nach einer dreijährigen Militärzeit war Heinrich Wilhelm Roß als Student und Gehilfe von Hermann Schaper 1901 in Göttingen wo er an der Neuausgestaltung des Göttinger Rathauses beteiligt, u. a. an den Deckengewölben der Dorntze. Auch Schaper stellte Roß ein sehr günstiges Zeugnis über verschiedene große Dekorationsmalereien, welche nach Schapers Entwürfen ausgeführt wurden, aus und unterstützte ihn 1903 in seinem „Bestreben zur Gründung eines eigenen Geschäftes durch dieses Zeugnis“. Im selben Jahr war Roß als Mitarbeiter von Georg Karl Rohde an der Ausmalung zweier Priölken im Bremer Ratskeller beteiligt.
1904 heiratete er Luise Frieda Krug (1884–1968). Ab 1905 war Roß in Wiesbaden ansässig und ab 1906/07 Teilhaber der Firma Ross und Rohde. Die Firma war 1907 an zwei Glasbildern in der Wandelhalle des Kurhauses in Wiesbaden beteiligt. Ab 12. Februar 1921 wurde Roß laut Gewerbeanmeldung als Alleininhaber der Firma genannt. Am 25. Juli 1922 starb Heinrich Wilhelm Roß in Wiesbaden und hinterließ seine Frau Frieda, die Tochter Margarete Johanna Minna (1906–1932) und den Sohn Heinrich Friedrich Reimar (1911–1980).
Das Werk von Heinrich Wilhelm Roß ist bisher noch nirgendwo dargestellt. Selbst die Glasbilder in öffentlichen Gebäuden Kurhaus Wiesbaden, Wandelhalle, sind ihm und seinem Partner Georg Karl Rohde nicht zugeschrieben. Viele Glasfenster, Dekorations- und Wandgemälde haben den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Nach Aussage des Sohnes von Heinrich Wilhelm Roß, Fritz Ross, während des Dritten Reiches wegen des Heinrich-Heine-Zitates zerstört oder mit einer Holztäfelung abgedeckt. Beschreibung nach dem Entwurf von Roß:
Vergleicht man diese Beschreibung mit der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 aus den Bremer Nachrichten für die erste Nische, „ein lustiges Geranke von Blumenzweigen, zwischen denen Vögel herumflattern, Bandrollen mit geschmackvoll verteilter Schrift, eine ruhige Gesamthaltung der Farben“, so kann sie sehr wohl auf dieses nicht erhaltene Wandgemälde verweisen.
Beschreibung nach dem Entwurf von Heinrich Wilhelm Roß:
Aus der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 „Für das zweite der Priölken wird der Künstler in gleicher Weise, den Grundton des hellen Putzes nutzend, die Halbfiguren der zwölf Apostel zum Motiv nehmen […] umrahmt von Blattranken und Blumen.“ ist zu entnehmen, dass das Bild noch nicht vollendet ist und das heute noch existierende Bild, statt der zwölf Apostel nur noch St. Urban erscheint. Die Zwölf Apostel sind berühmte Weinfässer im Ratskeller.

Tuotuo He

Der Tuotuo He oder Tuotuo-Fluss (chinesisch 沱沱河, Pinyin Tuótuó hé; engl. T’uo-t’uo River u. a.) ist ein Fluss im Quellgebiet des Jangtsekiang.
Er besitzt zwei Quellflüsse: der östliche entspringt südwestlich des schneebedeckten Geladandong im westlichen Tanggula Shan im Südwesten der chinesischen Provinz Qinghai. Das Ende des Gletschers liegt auf ca. 5.500 m Höhe. Seinen mongolischen Namen Ulan Moron/Ulaan Mörön „Roter Fluss“ trägt er wegen seines rotbraunen Wassers. Er gilt als der Ursprung des Jangtsekiang. Der Tuotuo He ist 375 km lang.
Die Qinghai-Tibet-Bahn führt über die Große Brücke des Jangtsekiang-Quellgebiets ▼34.22152777777892.435277777778 (長江源特大橋 / 长江源特大桥, englisch Changjiangyuan Grand Bridge ‚Erste Jangtsekiang-Brücke‘) mit einer Länge von 1.389,6 m über den Fluss.
玛曲; 托托河; 乌兰木伦河
Jangtsekiang-Quellgebiet 长江源区-Flussnetz: Tuotuo He 沱沱河 | Dam Qu (Dam Chu) 当曲 | Qumar He (Chumar) 楚玛尔河 | Tongtian He 通天河
Yalong Jiang 雅砻江 (Nyag Chu)-Flussnetz: Yalong Jiang 雅砻江 (Nyag Chu) | Anning He 安宁河 | Jiulong He 九龙河 (Nyaola Chu) | Litang He 理塘河 (Li Chu) | Xianshui He 鲜水河
Jinsha Jiang 金沙江-Flussnetz: Pudu He 普渡河 | Wuliang He 无量河 | Yili He 以礼河 | Niulan Jiang 牛栏江 | Heng Jiang 横江
Min Jiang 岷江-Flussnetz: Min Jiang 岷江 | Dadu He 大渡河 | Qingyi Jiang 青衣江 | Suomo He 梭磨河 | Jiaomuzu He 脚木足河
Wu Jiang 乌江-Flussnetz: Wu Jiang 乌江 | Maotiao He 猫跳河 | Qingshui Jiang 清水江 | Liuchong He 六冲河 | Hongdu He 洪渡河
Jialing Jiang 嘉陵江-Flussnetz: Jialing Jiang 嘉陵江 | Fu Jiang 涪江 | Qu Jiang 渠江 (Jialing Jiang-Nebenfluss) | Baishui Jiang 白水江 | Bailong Jiang 白龙江
Chuan Jiang 川江-Flussnetz: Tuo Jiang 沱江 | Chishui He 赤水河 | Qi Jiang 綦江 | Nanguang He 南广河 | Qing Jiang 清江
Han Shui 汉水-Flussnetz: Han Shui 汉水 | Dan Jiang 丹江 | Du He 堵河 | Jia He 夹河 | Tangbai He 唐白河 | Nan He 南河
Dongting Hu 洞庭湖-Flussnetz: Xiang Jiang 湘江 | Yuan Jiang 沅江 | Zi Jiang 资江 | Li Shui 澧水 | Miluo Jiang 汨罗江
Poyang Hu 鄱阳湖-Flussnetz: Gan Jiang 赣江 | Fu He 抚河 | Xin Jiang 信江 | Xiu Shui 修水 | Rao He 饶河 (Poyang Hu)
Qingyi Jiang-Shuiyang Jiang 青弋江水阳江-Flussnetz: Qingyi Jiang 青弋江 | Shuiyang Jiang 水阳江 | Zhang He 漳河 (Hubei)
Yangzi Jiang 扬子江-Flussnetz: Qinhuai He 秦淮河 | Huangpu Jiang 黄浦江 | Wusong Jiang 吴淞江 | Chu He 滁河 | Dongtiao Xi 东苕溪 | Xitiao Xi 西苕溪

Hochschulrat (Türkei)

Der Yükseköğretim Kurulu, abgekürzt mit YÖK, ist das zentrale staatliche Kontrollgremium türkischer Hochschulen.

Der Hochschulrat wurde im Jahre 1981 gegründet. Dies geschah nach der Maßgabe des Hochschulgesetzes Nr. 2547, welches das Hochschulwesen nach den Vorstellungen der Militärregierung neu ordnete. Die Universitäten wurden entpolitisiert und der staatlichen Kontrolle unterworfen. Damit wurde die Autonomie und Selbstverwaltung abgeschafft, die den Hochschulen nach der Verfassung von 1961 zugestanden worden waren.
Die Aufgaben des Hochschulrates wurden auch in der Türkischen Verfassung von 1982 festgeschrieben. Der Rat ernennt die Dekane, schlägt Rektoren vor, kontrolliert die Haushalte der Universitäten, bestimmt den Lehrplan und entscheidet über das Aufnahmeverfahren der Studenten (ÖSS). Es war der Hochschulrat, der 1982 das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten erließ.
Die wichtigsten Instanzen des Hochschulrates sind:
Der Hochschulrat besitzt 21 Mitglieder, die jeweils zu einem Drittel vom Staatspräsidenten, Ministerrat und den Hochschulen bestimmt werden. Bis zum Jahre 2004 bestimmte der Generalstab auch ein Mitglied des Hochschulrates.
Der Vorsitzende des Hochschulrates wird vom Staatspräsidenten bestimmt. Der Vorsitzende seit Ende 2011 heißt Gökhan Çetinkaya, der zuvor 2008–2011 Gründungsrektor der privaten İstanbul Șehir Üniversitesi war. Sein Vorgänger als YÖK Vorsitzender war von 2007 bis 2011 Yusuf Ziya Özcan.

Heinrich Wilhelm Roß

Heinrich Wilhelm Roß (* 26. Mai 1876 in Wilhelmshaven; † 25. Juli 1922 in Wiesbaden) war ein deutscher Glas- und Dekorationsmaler.

Heinrich Wilhelm Roß war der zweite Sohn des Lehrers Freerk Roß und der Johanna Catharina Roß, geb. Hobbing. Er besuchte in Wilhelmshaven die Volksschule und begann anschließend eine Lehre als Maler, die er jedoch abbrach. Der Lehrbrief der Oldenburger Malerinnung vom 30. April 1894 bescheinigte, dass Roß „das Maler-Gewerbe in Drei Jahren ordnungsgemäß erlernt und sich während dieser Zeit Sehr gut betragen“ habe. Die Probearbeit „wurde mit dem 1. Preise ausgezeichnet“. Als Malergehilfe setzte er seine Arbeit bei Emil Spalthoff bis zum 14. Oktober 1894 fort. Von Mitte April bis Mitte Oktober 1895 war er als Gehilfe bei August Olbers (Olpers) während dessen Arbeiten an den Malereien in der Klosterkirche zu Duderstadt tätig. Der Architekt Ludwig Klingenberg erstellte am 30. Januar 1896 ein Zeugnis für Roß’ Studienzeit an der Oldenburgischen Kunstgewerbe Schule. Der Theatermaler Wilhelm Christian Gerhard Mohrmann (1849–1934) bescheinigte ihm „ganz hervorragende Talente“ am 28. Januar 1896. Zur selben Zeit studierte der Glasmaler Georg Karl Rohde in Oldenburg, mit dem Roß später in Bremen und Wiesbaden zusammenarbeitete.
Nach einer dreijährigen Militärzeit war Heinrich Wilhelm Roß als Student und Gehilfe von Hermann Schaper 1901 in Göttingen wo er an der Neuausgestaltung des Göttinger Rathauses beteiligt, u. a. an den Deckengewölben der Dorntze. Auch Schaper stellte Roß ein sehr günstiges Zeugnis über verschiedene große Dekorationsmalereien, welche nach Schapers Entwürfen ausgeführt wurden, aus und unterstützte ihn 1903 in seinem „Bestreben zur Gründung eines eigenen Geschäftes durch dieses Zeugnis“. Im selben Jahr war Roß als Mitarbeiter von Georg Karl Rohde an der Ausmalung zweier Priölken im Bremer Ratskeller beteiligt.
1904 heiratete er Luise Frieda Krug (1884–1968). Ab 1905 war Roß in Wiesbaden ansässig und ab 1906/07 Teilhaber der Firma Ross und Rohde. Die Firma war 1907 an zwei Glasbildern in der Wandelhalle des Kurhauses in Wiesbaden beteiligt. Ab 12. Februar 1921 wurde Roß laut Gewerbeanmeldung als Alleininhaber der Firma genannt. Am 25. Juli 1922 starb Heinrich Wilhelm Roß in Wiesbaden und hinterließ seine Frau Frieda, die Tochter Margarete Johanna Minna (1906–1932) und den Sohn Heinrich Friedrich Reimar (1911–1980).
Das Werk von Heinrich Wilhelm Roß ist bisher noch nirgendwo dargestellt. Selbst die Glasbilder in öffentlichen Gebäuden Kurhaus Wiesbaden, Wandelhalle, sind ihm und seinem Partner Georg Karl Rohde nicht zugeschrieben. Viele Glasfenster, Dekorations- und Wandgemälde haben den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Nach Aussage des Sohnes von Heinrich Wilhelm Roß, Fritz Ross, während des Dritten Reiches wegen des Heinrich-Heine-Zitates zerstört oder mit einer Holztäfelung abgedeckt. Beschreibung nach dem Entwurf von Roß:
Vergleicht man diese Beschreibung mit der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 aus den Bremer Nachrichten für die erste Nische, „ein lustiges Geranke von Blumenzweigen, zwischen denen Vögel herumflattern, Bandrollen mit geschmackvoll verteilter Schrift, eine ruhige Gesamthaltung der Farben“, so kann sie sehr wohl auf dieses nicht erhaltene Wandgemälde verweisen.
Beschreibung nach dem Entwurf von Heinrich Wilhelm Roß:
Aus der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 „Für das zweite der Priölken wird der Künstler in gleicher Weise, den Grundton des hellen Putzes nutzend, die Halbfiguren der zwölf Apostel zum Motiv nehmen […] umrahmt von Blattranken und Blumen.“ ist zu entnehmen, dass das Bild noch nicht vollendet ist und das heute noch existierende Bild, statt der zwölf Apostel nur noch St. Urban erscheint. Die Zwölf Apostel sind berühmte Weinfässer im Ratskeller.

Albert Schewketowitsch Selimow

Boxen
Albert Schewketowitsch Selimow (lesgisch Сели́мов Шевке́тан хва Альбе́рт / Selimow Schewketan chwa Albert, russisch Альберт Шевкетович Селимов, aserbaidschanisch Albert Səlimov; * 5. April 1986 in Kaspijsk, Dagestanische ASSR, Sowjetunion) ist ein ehemals russischer, jetzt aserbaidschanischer Boxer aus dem Volk der Lesgier.

Albert Selimow stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Er begann als Jugendlicher mit dem Boxen und lebt und trainiert in Machatschkala. Sein dortiger Trainer ist Nuripascha Talibow. Albert Selimow ist Rechtsausleger, verfügt über eine ausgezeichnete Technik und Schlaghärte.
Im Jahr 2004 wurde er russischer Juniorenmeister im Bantamgewicht und wurde bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jeju/Südkorea in dieser Gewichtsklasse eingesetzt. Er gewann dort seinen ersten Kampf gegen den Bulgaren Saigan Sabri nach Punkten, verlor aber schon in der nächsten Runde in einem von viel Taktik geprägten Gefecht gegen den Türken Serdar Avcı mit 2:5 Punkten und schied unplatziert aus.
2005 startete er erstmals bei den russischen Meisterschaften der Senioren im Federgewicht. Er kam dort bis in das Finale, in dem er gegen den erfahreneren Sergei Ignatiew nach Punkten verlor. Im gleichen Jahr gewann er dann das gut besetzte Multi-Nations-Tournament in Ballybunion/Irland mit Siegen über Jason Hastie, Schottland, Bashir Hassan, Schweden und Marcel Herfurth, Deutschland.
Bei den russischen Meisterschaften 2006 wurde Albert Selimow mit einem Abbruchsieg in der zweiten Runde über Afanassi Poskatschin erstmals russischer Meister im Federgewicht. In dieser Gewichtsklasse war er auch bei der Europameisterschaft in Plowdiw am Start. Er gewann dort in überzeugender Manier den Europameistertitel. Er erzielte auf dem Weg zu diesem Erfolg folgende Siege: Abbruchsieg in der zweiten Runde über Sandor Racz, Ungarn, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Edgar Manukjan, Armenien, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Stephan Smith, England und Punktsieg über Sahin Imranow, Aserbaidschan. Beim Weltcup in Baku, der im Herbst des Jahres 2006 stattfand, siegte er dann auch noch gegen Yie Longwang aus China und Dimitri Bulenkow aus der Ukraine, musste aber gegen Yuriorkis Gamboa aus Kuba eine Abbruch-Niederlage in der 2. Runde hinnehmen.
2007 wurde Albert Selimow mit einem Punktsieg im Finale über Alexei Schaidulin erneut russischer Meister im Federgewicht. Bei einem Mannschaftsturnier in Kaliningrad siegte er dann auch über Sharif Aitbajew aus Usbekistan und erneut über Sahin Imranow nach Punkten. Von seinem Trainer Nuripascha Talibow und vom russischen Verbandstrainer Alexander Lebsiak bestens vorbereitet startete er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago. Er gewann dort über Julian Stan aus Rumänien durch Abbruch in der ersten Runde, und über Marcel Herfurth aus Deutschland (30:6), Bahodirjon Sultanow aus Usbekistan (24:9) und Raynell Williams aus den USA (25:8) jeweils klar nach Punkten. Im Halbfinale kam er zu einem kampflosen Sieg über Yakup Kılıç aus der Türkei und im Finale besiegte er in einem spannenden Gefecht Wassyl Lomatschenko aus der Ukraine mit 16:11 Punkten. Damit war er Weltmeister der Amateure im Federgewicht 2007.
Im März 2008 startete Albert Selimow beim Feliks-Stamm-Memorial in Warschau im Federgewicht. Nach einem Punktsieg über den Chinesen Gu Yu (20:9) konnte er verletzungsbedingt zu seinem nächsten Kampf gegen den Polen Michail Chudecki nicht antreten. Aber bereits im April 2008 war er von seiner Verletzung genesen und gewann beim 27. Gee-Bee-Tournament in Helsinki die Konkurrenz im Federgewicht. Er besiegte dabei Joseph Murray aus England, Wael al-Khaghani aus Finnland und Bohodirion Sultanow sicher nach Punkten.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking galt Selimow als einer der Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille. Er wurde jedoch bereits in der ersten Turnierrunde Wassyl Lomatschenko, seinem Finalgegner der WM 2007, zugelost und verlor gegen den Ukrainer, der in der Folge auch die Goldmedaille gewann, mit 7:14 Punkten.
Nach den Olympischen Spielen 2008 wechselte Albert Selimow in das Leichtgewicht, um dem ständigen Abtrainieren weitgehend zu entgehen. Er fasste in dieser neuen Gewichtsklasse sofort Fuß belegte beim Welt Cup 2008 in Moskau den 1. Platz. Auf dem Weg zu diesem Zurniersieg schlug er Sergei Tschigaschew, Russland, José Pedraza, Puerto Rico (14:4) und Hu Qing aus der Volksrepublik China (12:10) jeweils nach Punkten.
2009 sicherte er sich im Juni des Jahres in Tschechow beim russischen Qualifikations-Turnier für die Weltmeisterschaft in Mailand mit Siegen über Artur Ganejew, Farid Aleschkin und Semen Griwachew den Startplatz im Leichtgewicht. In Mailand kam er in seinen ersten vier Kämpfen zu hohen Punktsiegen über Mohammad Aziz aus Afghanistan (25:1), Erick Bonez, Ecuador (18:0), Sailom Ardee, Thailand (14:8) und Éverton Lopes aus Brasilien. Im Halbfinale unterlag er aber etwas überraschend gegen José Pedraza aus Puerto Rico (5:9), gegen den er beim Welt Cup in Moskau 2008 noch gewonnen hatte, gewann damit aber noch eine Bronzemedaille.
Im Jahre 2010 knüpfte Albert Selimow an die Erfolge von 2006 und 2007 an, wo er Welt- und Europameister geworden war. Er besiegte bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Moskau Romal Amanow, Aserbaidschan (15:2), Rachid Azzedine, Frankreich (7:3), Redouane Kaya, Schweden (4:2), Eric Donovan, Irland (8:2) und Thomas Stalker, England (8:4) jeweils nach Punkten und gewann damit zum zweitenmal den Europameistertitel im Leichtgewicht.
Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Baku schied Selimow bereits im ersten Kampf gegen Hector Manzanilla, Venezuela, aus, da er in der zweiten Runde aufgrund eines Tiefschlags disqualifiziert wurde. Auch die zweite Möglichkeit zur Olympiaqualifikation, das europäische Olympiaqualifikationsturnier in Trabzon, konnte Selimow nicht nutzen, da er sich bereits im ersten Kampf verletzte.
Nach der verpassten Olympiaqualifikation orientierte sie Selimow sich neu und ging nach Aserbaidschan. Seinen ersten Titel für dieses Land errang er bei den Europaspielen 2015, welche er mit einem Finalsieg über Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), gewann.
Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Doha gewann Selimow Silber, nachdem er gegen Sean McComb, Irland (2:1), Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), und Robson Conceição, Brasilien (3:0), gewonnen hatte und erst im Finale gegen Lázaro Álvarez, Kuba, aufgrund einer Verletzung ausschied. Er qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele 2016.
Seit der Saison 2012/13 kämpft Selimow für die Azerbaijan Baku Fires in der World Series of Boxing. In seiner ersten Saison siegte er in allen vier Kämpfen der regulären Saison in denen er eingesetzt wurde. Im Viertelfinale der Playoffs verlor er gegen Wassyl Lomatschenko von den Ukrainian Otamans und auch sein Team schied aus dem Kampf um die Meisterschaft aus.
In der Saison 2013/14 bestritt Selimow nur einen Kampf der regulären Saison, welchen er gewann. Zudem wurde er sowohl im Viertelfinale, Halbfinale als auch im Finale der Playoffs eingesetzt und hatte mit zwei Siegen bedeutenden Anteil an der Vizemeisterschaft seines Teams.
In der Saison 2015 wurde Selimow in sechs von sieben Kämpfen der regulären Saison eingesetzt und gewann alle. Er belegte damit in der Rangliste seiner Gewichtsklasse in dieser Saison den zweiten Platz hinter Lázaro Álvarez.
1974: Howard Davis | 1978: Ángel Herrera | 1982: Adolfo Horta | 1986: Kelcie Banks | 1989: Airat Chamatow | 1991: Kirkor Kirkorow | 1993: Serafim Todorow | 1995: Serafim Todorow | 1997: István Kovács | 1999: Ricardo Juarez | 2001: Ramaz Paliani | 2003: Galib Dschafarow | 2005: Alexei Tischtschenko | 2007: Albert Selimow | 2009: Wassyl Lomatschenko