Chinesische Hortensie

Chinesische Hortensie (Hydrangea heteromalla)
Die Chinesische Hortensie (Hydrangea heteromalla), auch als China-Hortensie bezeichnet, ist ein Strauch oder selten ein kleiner Baum aus der Familie der Hortensiengewächse. Sie wird aufgrund der dekorativen Blüten häufig als Zierpflanze verwendet. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Asien und reicht von der gemäßigten bis in die tropische Zone.

Die Chinesische Hortensie bildet 2 bis 5 oder mehr Meter hohe Sträucher oder kleine Bäume mit rotbraunen bis bräunlichen, behaarten und später verkahlenden Zweigen, die mit wenigen, ovalen Korkporen besetzt sind. Die Blätter haben einen 2 bis 4 Zentimeter langen, fein behaarten, violettrötlichen Stiel. Die Blattspreite ist einfach, 6 bis 15 Zentimeter lang und 3 bis 8 Zentimeter breit, oval, breit eiförmig oder länglich-eiförmig, spitz oder lang zugespitzt, mit leicht herzförmiger, stumpfer oder gestutzter Basis und dicht oder doppelt gesägtem Blattrand. Die Blattoberseite ist gelblich braun, striegelhaarig oder beinahe kahl, die Unterseite dicht grau-weiß und samtig behaart. Es werden sieben bis neun Nervenpaare gebildet.
Die Blüten sind in schirmförmigen, 15 bis 20 Zentimeter breiten, behaarten Trugdolden angeordnet, die bei Fruchtreife eine Breite von 27 Zentimeter erreichen. Die zahlreichen sterilen Blüten haben vier 0,7 bis 1,6 Zentimeter lange und 0,5 bis 1,4 Zentimeter breite, weiße oder gelbliche, ovale, breit-eiförmige oder breit-rundliche, ganzrandige Kelchblätter mit gerundeter oder leicht herzförmiger Basis. Die fertilen Blüten haben eine 1 bis 1,5 Millimeter lange, trichter- bis glockenförmige Kelchröhre mit 0,5 bis 1,5 Millimeter langen, dreieckigen Kelchzähnen. Die Kronblätter sind 1,8 bis 2,0 Millimeter lang, weiß bis gelblich und länglich-eiförmig. Die zehn Staubblätter sind ungleich lang, die Staubbeutel sind etwa 0,5 Millimeter groß und rundlich. Der Fruchtknoten ist mittelständig, die drei oder vier Griffel sind aufrecht, pfriemlich und werden an der reifen Frucht 1 bis 1,3 Millimeter lang. Die Narbe ist klein. Die Balgfrüchte sind eiförmig bis rundlich und haben Durchmesser von 2,5 bis 3,5 Millimeter. Die Samen sind 0,7 bis 1,0 Millimeter lang, gelbbraun, oval bis länglich, etwas zusammengedrückt und an beiden Enden mit etwa 0,2 bis 0,5 Millimeter langen Flügeln versehen. Die Art blüht von Juni bis Juli, die Früchte reifen von September bis Oktober.
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von der gemäßigten bis in die tropische Zone Asiens. Man findet die Art in den chinesischen Provinzen Xizang, Yunnan und Sichuan, in Bhutan, Nepal und in den indischen Bundesstaaten Westbengalen, Arunachal Pradesh, Assam, Uttar Pradesh und Sikkim. Sie wächst in artenarmen Wäldern auf Berghängen und Bergspitzen in Höhen von 2400 bis 3400 Metern auf mäßig trockenen bis feuchten, schwach sauren bis schwach alkalischen, kiesig- oder sandig-lehmigen Böden an halbschattigen Standorten. Die Art ist meist frosthart.
Die Chinesische Hortensie (Hydrangea heteromalla) ist eine Art aus der Gattung der Hortensien (Hydrangea) in der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), Unterfamilie Hydrangeoideae, Tribus Hydrangeae. Sie wurde von David Don 1825 erstbeschrieben.
Sie bildet zusammen mit Hydrangea xanthoneura und Hydrangea bretschneideri eine Sammelart. Häufig wird Hydrangea bretschneideri unter dem Namen Hydrangea heteromalla ‚Bretschneideri‘ nur als Sorte der Chinesischen Hortensie gesehen.
Sie wird aufgrund ihrer dekorativen Blüten häufig als Ziergehölz verwendet.

Katalonienoffensive

Die Katalonienoffensive der franquistischen Aufständischen bildete den Beginn der letzten Phase des spanischen Bürgerkrieges und endete mit der Niederlage der republikanischen Kräfte.
Nach der für die Republikaner verlustreichen letzten Offensive in der Ebroschlacht begannen die Truppen Francos am 23. Dezember 1938 die Offensive gegen Katalonien. Erleichtert wurde dies dadurch, dass die Republikaner nach den Verlusten am Ebro kaum noch über moderne Waffen verfügten, um die Gegner abzuwehren. Die von den Anarchisten geführten Einheiten hielten zunächst noch stand, während die kommunistischen Truppen im Januar zurückwichen. Waffenlieferungen der Sowjetunion für die Republikaner kamen nicht mehr an, obwohl Frankreich zeitweise für den Transport seine Grenzen geöffnet hatte. Der republikanische General Jose Miaja, der den Abschnitt bei Madrid kommandierte, verweigerte einen Entlastungsangriff. Die Folge war ein ungeordneter Rückzug der republikanischen Truppen vor dem überlegenen Gegner in Katalonien. Nur einige überwiegend kommunistische Einheiten leisteten noch einen hinhaltenden Widerstand. Tarragona fiel am 14. Januar. Ohne Kämpfe konnten die Aufständischen am 26. Januar 1939 Barcelona besetzen. Nach der Einnahme Barcelonas durch die Truppen Francos floh der Ministerpräsident Negrin über Girona nach Frankreich, so auch viele republiktreue Einwohner Kataloniens. Am 4. Februar 1939 besetzten die Truppen Francos die Stadt Girona. Bis zum 10. Februar war ganz Katalonien besetzt.
Die einzige Möglichkeit der Flucht für die spanischen republikanischen Volksarmee (Ejército Popular de la República, EPR) vor den heranrückenden Truppen Francos war ihr Rückzug bis zur französischen Grenze. Es flohen mehr als eine halbe Million Flüchtlinge vor den heranrückenden Truppens Francos aus Katalonien. Erst ab dem 5. Februar, wegen des internationalen Drucks, erlaubte die Französische Regierung den Flüchtigen die Einreise nach Frankreich. Daraufhin strömten hunderttausende Zivilisten sowie die Reste der republikanischen Volksarmee nach Frankreich. Bis zum 15. Februar 1939 flohen nach offiziellen Angaben 353.107 Menschen in das französische Departement Pyrénées-Orientales, in dem damals etwa 230.000 Einwohner wohnten. Laut einem Bericht der französischen Regierung (Informe Valière) vom 9. März 1939 erreichte die Zahl der Flüchtlinge 440.000. Unter den Flüchtigen waren 170.000 Frauen, Kinder und ältere Menschen, 220.000 Soldaten und Milizionäre, 40.000 Invalide sowie 10.000 Verletzte. Für die Flüchtenden wurden verschiedene Internierungslager eingerichtet, wie zum Beispiel das Internierungslager Argelès-sur-Mer am Mittelmeer.
Am 27. Februar erkannten die Regierungen von Großbritannien und Frankreich die Franco-Regierung offiziell an.
In der Folge wurde die republikanische Regierung in dem ihr noch verbliebenen Gebiet von der Armee gestürzt, die weiteren Widerstand für zwecklos hielt. Es folgte der Versuch einer neu gebildeten Junta, mit Franco zu einer Verständigung zu kommen, so dass dessen Truppen Madrid Ende März 1939 besetzen konnten. Damit war der Bürgerkrieg beendet.

Elspe Festival

Naturbühne Elspe e. V., Western Country GmbH, Karl-May-Festspiele Elspe
Karl-May-Festspiele, Dinnershow, Konzerte, Events
Das Elspe Festival ist einer der größten und meistbesuchten Show- und Festivalparks Europas. Das rund 120.000 m² große Gelände liegt im sauerländischen Elspe im Kreis Olpe, Sauerland bzw. Südwestfalen.
Das Elspe Festival ist bekannt für seine Karl-May-Festspiele, die jährlich rund 180.000 Besucher anziehen. In der über 50-jährigen Tradition des Unternehmens haben insgesamt mehr als 12,5 Millionen Zuschauer die verschiedenen Veranstaltungen besucht.
Neben der Naturbühne, auf der im Rahmen der Karl-May-Festspiele rund 60 Schauspieler und bis zu 40 Pferde auftreten, verfügt das Gelände über eine Festival-Halle und mehrere Locations im Western-Stil mit Gastronomie.

Die Freilichtbühne Elspe entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Elsper Theaterverein. Zunächst wurden von der 1950 gegründeten Naturbühne Elspe e. V. verschiedene Werke wie Wilhelm Tell und die Die Nibelungen vor rund 8.000 Zuschauern pro Saison gespielt.
1958 wurde mit Winnetou zum ersten Mal ein Stück nach den Werken von Karl May aufgeführt, und die Zuschauerzahlen verdoppelten sich auf rund 19.000. Seit 1964, als Hadschi Halef Omar gespielt wurde, steht ausschließlich Karl May auf dem Programm der Bühne.
Im November 1974 wurde der eingetragene Verein Naturbühne Elspe e. V. in die Western Country GmbH umgewandelt und erstmals die Zuschauermarke von 100.000 überschritten. Geschäftsführer wurde Jochen Bludau. Von 1974 bis 1994 trat das Ensemble der Karl-May-Festspiele alljährlich bei Gastspielen auf der Freilichtbühne Blauer See in Ratingen auf.
1975 wurde ein originalgetreuer Western-Saloon und die heute noch eingesetzte Western-Eisenbahn gebaut. Die Tribünen wurden von 2000 auf 4400 Sitzplätze erweitert
Die Karl-May-Festspiele Elspe steigerten ihren Bekanntheitsgrad 1976 enorm durch die Verpflichtung von Pierre Brice. Gleichzeitig wurde das Programmangebot ausgeweitet und Reitershows, Marionettentheater und indianische Folklore angeboten.
1978 wurden alle Sitzplätze des Zuschauerraums überdacht, die Konstruktion des Daches ist dem Olympiastadion München nachempfunden. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass keine Pfeiler die Zuschauersicht versperren. Von 1978 bis 1980 und dann noch einmal 1983 gastierte das Ensemble der Karl-May-Festspiele in der Wiener Stadthalle.
Ebenfalls 1982 drehte Lisa-Film in Elspe wesentliche Teile des Films Ein dicker Hund mit Helga Feddersen, Tommi Ohrner, Anja Schüte und vielen anderen. Fernsehspots für Jürgen von der Lippe, Rudi Carrell, Dieter Hallervorden wurden im Laufe der Jahre in Elspe oder an anderen Drehorten mit dem Elspe-Ensemble gedreht.
1989 wurde den Karl-May-Festspielen ein Rahmenprogramm aus Musik- und Akrobatikshows gegeben und das Gesamtangebot unter dem Begriff Elspe Festival vorgestellt. Ein großes Zelt ermöglichte es, auch Shows im Vorprogramm zu präsentieren. Im Premierenjahr gastieren die Golden Dragon Acrobats aus China sowie die Tanz- und Gesangsgruppe Dance to the Music aus Las Vegas.
Auf dem Gelände wurde 1992 ein Gastronomiebereich aus verschiedenen Erlebnisrestaurants erbaut.
Der Kinofilm Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem mit Helge Schneider in der Titelrolle wurde 1993 komplett in Elspe gedreht. Sämtliche Stunts wurden von Elspe-Darstellern ausgeführt. Helmut Körschgen, einer der Protagonisten in Helge Schneiders Filmen, war bis dahin Parkwächter bei den Karl-May-Festspielen und wurde von Helge persönlich „entdeckt“.
Im Jahr 2011 wurden die Karl-May-Festspiele von Zuschauern des WDR auf Platz 9 der beliebtesten Ausflugziele in NRW gewählt. Mehr als 12 Millionen Menschen haben bis heute das Elspe Festival besucht.
In den Sommermonaten Juni bis September werden seit 1958 die Karl-May-Festspiele aufgeführt. In der Wintersaison zeigt das Elspe Festival seit 1989 eine 4-Gang-Dinnershow mit jährlich wechselnden Vorstellungen. Außerhalb der Karl-May-Saison im Frühjahr und im Herbst finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.
In regelmäßigem Turnus werden seit 1958 sechs Stücke Karl Mays auf einer Freilichtbühnen aufgeführt:
Die Drehbücher – frei nach Karl May – schreibt Jochen Bludau, der auch Regie führt. Die Dialogregie liegt in den Händen von Benjamin Armbruster vom Theater Bielefeld.
Traten in den 1960er-Jahren noch hauptsächlich Laiendarsteller aus der Region auf der Bühne auf, so wurden die Karl-May-Festspiele mit dem Engagement von Pierre Brice, der von 1976 bis 1986 den Winnetou in Elspe spielte, zu einem professionellen Theaterunternehmen. Heute sind für eine Produktion rund 80 Personen engagiert, davon etwa 25 professionelle Schauspieler und Reiter. Dazu kommen weitere 35 Statisten und rund 20 Personen, die hinter der Bühne für Pyrotechnik, Ton, Licht und Tiere zuständig sind. Außerdem besitzt das Elspe Festival 40 eigene Pferde.
Seit 1989 bieten die Karl-May-Festspiele ein Ganztagsprogramm an. Vor dem Hauptstück kann der Zuschauer drei Shows im Rahmenprogramm besuchen, im Jahr 2012 beispielsweise ein Rodeo, eine Stunt- und Pyrotechnikshow und eine Musicalshow.
Seit 1989 produziert das Elspe Festival alljährlich eine eigene 4-Gang-Menu-Dinnershow, die in der Vorweihnachtszeit in der Elspe-Festival-Halle aufgeführt wird. Vor der Kulisse präsentiert das 60-köpfige Dinnershow-Team die jeweilige Produktion, die meist mit Action, Humor und Musik inszeniert ist.
Nachdem das Elspe Festival in den 1980er- und 1990er-Jahren als Konzertstätte an Bedeutung gewann – es spielten dort unter anderem Udo Jürgens, Spliff, Jethro Tull, Procol Harum, die Prinzen, die Schürzenjäger und BAP – ist es um die Jahrtausendwende in diesem Bereich ruhiger geworden. 2012 hat das Elspe Festival mit einem A-cappella-Festival und den Auftritten der Schürzenjäger und diverser Rock- und Country-Bands an alte Zeiten im Konzertbereich angeknüpft.
Das Elspe-Festival-Gelände kann außerhalb der Vorstellungen ganzjährig für die Durchführung geschäftlicher oder privater Veranstaltungen wie Konferenzen, Seminare und Produktpräsentationen, Betriebsausflüge, Firmen- oder Privatfeiern gemietet werden. Das Festival bietet an, Veranstaltungen von 10 bis zu 4.000 Gästen durchzuführen. Für Tagungen stehen Tagungsräume für bis zu 1.300 Tagungsteilnehmer zur Verfügung.
Herzstück im insgesamt mehr als 120.000 m² großen Außengelände ist die Naturbühne mit ihrem komplett überdachten Zuschauerraum. Sie erstreckt sich auf 96 m Breite, 34 m Tiefe und einem Höhenunterschied von 25 m. Die natürlichen Gegebenheiten bieten Kalksandsteinfelsen, Heidegras und Wacholderbüsche. Außerdem werden je nach aufgeführtem Stück ein Saloon, ein Indianerdorf, die Eisenbahn, ein Fort, ein Wasserfall, ein Ölbohrturm oder andere Anlagen aufgebaut.
Die Tonanlage besteht aus einer Mikrofonanlage mit 24 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Musiken und Geräuschen abgemischt werden können. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch ein modernes Line Array System in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für die vorderen Plätze kommen außerdem Nahfeldlautsprecher zum Einsatz, die in das Erscheinungsbild der Bühne integriert sind. Als Subwoofer wurden sechs 15″-Tieftöner für den Zuschauer unsichtbar verbaut. So können die Schauspieler auf allen Plätzen gleich gut verstanden werden. Zum Verständnis auf der Bühne wurden acht wetterfeste Monitorlautsprecher installiert.
Bei Abendvorstellungen, die viermal jährlich auf dem Programm stehen, wird die Bühne mit bis zu 54 Scheinwerfern ausgeleuchtet, die eine Gesamtleistung von 80.000 Watt haben.
Der Zuschauerraum ist 96 m breit und bis zu 38 m tief. Er bietet ca. 4.000 Sitzplätze oder etwa 6.000 Stehplätze. Er ist mit einer pfeilerfreien Gesamtüberdachung aus Textilmembranen ausgestattet, die an vier 37 Meter hohen Pylonen aufgehängt ist. Die überdachte Fläche beträgt etwa 3.700 m². Dadurch sind die Zuschauer nicht von Wettereinflüssen betroffen.
Das Gelände des Festivals grenzt im Norden direkt ans Naturschutzgebiet Melbecke und Rübenkamp.
1994 wurde die 7 Millionen DM teure Elspe-Festival-Halle eingeweiht und ersetzte das bis dahin genutzte Showzelt. Die Halle ist 60 m breit, 40 m tief, 16,5 m hoch und voll klimatisiert. Die Vorprogramme zogen in den neuen Veranstaltungsort um. Weihnachtsmärchen und Dinnershows wurden als neues Angebot aufgenommen. Die Bühnenlandschaft ist dem Grand Canyon nachempfunden und besteht aus aus Sandsteinputz geformten Felsen mit einer Höhe von bis zu 12,5 m.
An Bühnentechnik steht ein acht Meter hoher und vier Meter breiter künstlicher Wasserfall zur Verfügung, der mit 6000 Litern Wasser pro Minute betrieben wird. Ferner gibt es drei Schneekanonen, eine Stickstoff-Bodennebelanlage, eine 60 m breite Regenanlage, drei Stroboskope für Blitzeffekte, pyrotechnische Effekte wie Explosionen, Feuerwerkkörper usw., einen gewölbten Himmel (1800 m²) aus Aluminiumblechen, an dem Sonne, Mond und Sterne auf- und untergehen können, vier Zugänge für Fahrzeuge und Pferde, zwei für Fußgänger und Pferde, 2 nur für Fußgänger, sowie eine Sprinkleranlage.
An Licht- und Projektionstechnik verfügt die Halle über 420 Scheinwerfer mit einer Gesamtleistung von 830.000 Watt in allen Farben, sechs Golden Scans, zwei Verfolgerspots und drei Beamer für Breitband-Projektionen an der Hallendecke.
Die Tontechnik stellt eine Mikrofonanlage mit 14 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Effekten und Musik abgemischt werden. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch moderne Line Arrays in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für den Tieftonbereich wurden drei Subwoofer mit je zwei 18″-Tieftönern verbaut. Abgemischt werden alle Signale über ein digitales Mischpult.
Mit einer Breite von 60 Meter, einer Tiefe von 15 Meter und 13 ansteigenden Reihen bietet die Halle eine Gesamtkapazität von 1.300 Plätzen und kann durch einfahrbare Tribünen auf 700 Plätze verkleinert werden. Bei Tagungsbestuhlung an Tischen oder für die Dinnershow verbleiben 500 Plätze.
Der Saloon stand im Original in Bisbee, Arizona. In Elspe wurde er originalgetreu nachgebaut. Mit seinen 450 Sitzplätzen auf zwei Etagen, 2 Bühnen und einer 16 m langen Theke war er schon oft Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen. Im Jahr 2012 wurde die Fassade des Saloons nach 40 Jahren komplett erneuert.
Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH ist Jochen Bludau, der erste Winnetou-Darsteller der Bühne, langjähriger Old-Shatterhand-Darsteller, Buchautor und Regisseur. Das Unternehmen wurde 2011 von Western Country GmbH in Elspe Festival GmbH umbenannt. Von Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2014 war Oliver Bludau, der Sohn von Jochen Bludau, Geschäftsführer und Old-Shatterhand-Darsteller. Aufgrund der steigenden Anforderungen an die Geschäftsführung zweier Unternehmen – Oliver Bludau ist auch einer der Geschäftsführer der Berghoff Gruppe – ist er als Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH zurückgetreten. Jochen Bludau hat übergangsweise bis zur Bestellung eines Nachfolgers die Geschäftsführung übernommen.
Karl May’s Gesammelte Werke • Karl Mays Werke
Das Buch der Liebe • Geographische Predigten (in „Schacht und Hütte“) • Der beiden Quitzows letzte Fahrten • Auf hoher See gefangen • Scepter und Hammer • Im fernen Westen • Der Waldläufer • Die Juweleninsel Gruppen kürzerer Texte: Erzgebirgische Dorfgeschichten • Geschichten über den Alten Dessauer • Historische Erzählungen • Humoresken
Das Waldröschen • Die Liebe des Ulanen • Der verlorne Sohn • Deutsche Herzen – Deutsche Helden • Der Weg zum Glück
Durch Wüste und Harem („Durch die Wüste“) • Durchs wilde Kurdistan • Von Bagdad nach Stambul • In den Schluchten des Balkan • Durch das Land der Skipetaren • Der Schut • Winnetou I–III • Orangen und Datteln • Am Stillen Ocean • Am Rio de la Plata • In den Cordilleren • Old Surehand I • Old Surehand II • Im Lande des Mahdi I–III • Old Surehand III • Satan und Ischariot I–III • Auf fremden Pfaden • „Weihnacht!“ • Im Reiche des silbernen Löwen I-II • Am Jenseits
Der Sohn des Bärenjägers (in „Die Helden des Westens“) • Der Geist des Llano estakado (in „Die Helden des Westens“) • Kong-Kheou, das Ehrenwort („Der blaurote Methusalem“) • Die Sklavenkarawane • Der Schatz im Silbersee • Das Vermächtnis des Inka • Der Oelprinz • Der schwarze Mustang Gruppen kürzerer Texte: Illustrationstexte • Texte unter dem Pseudonym Hobble-Frank
Himmelsgedanken • Im Reiche des silbernen Löwen III • Erzgebirgische Dorfgeschichten • Im Reiche des silbernen Löwen IV • Und Friede auf Erden! • Babel und Bibel • Ardistan und Dschinnistan I–II • Winnetou IV • Mein Leben und Streben
Ave Maria (in „Ernste Klänge“) • Drei Menschheitsfragen • Sitara, das Land der Menschheitsseele • Empor ins Reich der Edelmenschen
Figuren: Hadschi Halef Omar • Kara Ben Nemsi • Old Shatterhand • Winnetou • Figurenübersicht
Auf den Trümmern des Paradieses (1920) • Die Todeskarawane (1920) • Die Teufelsanbeter (1920) • Durch die Wüste (1936) • Die Sklavenkarawane (1958) • Der Löwe von Babylon (1959) • Der Schatz im Silbersee (1962) • Winnetou 1. Teil (1963) • Old Shatterhand (1964) • Der Schut (1964) • Winnetou 2. Teil (1964) • Unter Geiern (1964) • Der Schatz der Azteken (1965) • Die Pyramide des Sonnengottes (1965) • Der Ölprinz (1965) • Durchs wilde Kurdistan (1965) • Winnetou 3. Teil (1965) • Old Surehand 1. Teil (1965) • Im Reiche des silbernen Löwen (1965) • Das Vermächtnis des Inka (1966) • Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966) • Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) • Die Spur führt zum Silbersee (1990)
Mit Karl May im Orient (1963) • Kara Ben Nemsi Effendi (1973/75) • Mein Freund Winnetou (1980) • Das Buschgespenst (1986) • Bärenstark! (1987) • Präriejäger in Mexiko (1988) • Winnetou (1996) • Winnetous Rückkehr (1998) • WinneToons (2002)
Karl-May-Stiftung • Karl-May-Verlag • Karl-May-Museum (Radebeul) • Karl-May-Gesellschaft • Karl-May-Haus
Geburtshaus • Villa Shatterhand • Grabmal • Villa Bärenfett
Karl-May-Festtage (Radebeul)
Elspe Festival • Karl-May-Festspiele Winzendorf • Karl-May-Spiele Bad Segeberg • Karl-May-Spiele Bischofswerda
Karl May & Co. • Scharlih • (15728) Karlmay

Wolfgang Böttcher

Wolfgang Böttcher (* 27. Juli 1953) ist ein ehemaliger deutscher Badmintonspieler.
Seine sportliche Laufbahn begann er bei der BSG Lokomotive Staßfurt. Mit seinem langjährigen Partner Armin Balke gewann er im Herrendoppel im Nachwuchsbereich drei Bronzemedaillen und eine Silbermedaille. Ihren größten gemeinsamen Erfolg feierten sie mit dem Titelgewinn in der AK 12/13 1967. 1970 gewann Böttcher im Herreneinzel den DDR-Juniorentitel. Mit dem Beginn seines Studiums und dem Wechsel an die DHfK Leipzig ging seine sportliche Karriere weiter steil bergauf. Mit dem dortigen Hochschulteam belegte er dreimal den Bronzeplatz bei den DDR-Mannschaftsmeisterschaften, 1976 gewann die Mannschaft sogar Silber. Seine größten Erfolg in den Einzeldisziplinen errang er gemeinsam mit dem Tröbitzer Joachim Schimpke 1974, als beide im Herrendoppel DDR-Meister wurden. Zum Saisonabschluss gewannen beide, Böttcher wurde mittlerweile regelmäßig für die Nationalmannschaft nominiert, das Internationale Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier, was allerdings Böttchers einziger internationaler Erfolg blieb. Nach dem Ende seines Studiums in Leipzig wurde es auf sportlichem Gebiet ruhig um Wolfgang Böttcher.

Adventure Construction Set

Adventure Construction Set (ACS) ist ein Computerprogramm zur Erstellung von Computerspielen im Stil des Rollenspiels Ultima. Das Programm wurde von Stuart Smith geschrieben und von der Firma Electronic Arts im Jahre 1985 veröffentlicht. Produziert wurde das Spiel von Don Daglow, die Grafiken stammten von Connie Goldman, die Musik wurde geschrieben von Dave Warhol. Am Anfang wurde das Spiel für den Commodore 64 und den Apple II Heimcomputer entwickelt, später entstanden auch Versionen für den Amiga (1986) und für DOS (1987).
Das Programmkonzept basierte auf dem des Pinball Construction Set (PCS), das im Jahre 1983 ebenfalls bei Electronic Arts erschienen war. Das Programm bestand aus einem grafischen Editor zur Erstellung der Adventurespiel-Landkarten, der Platzierung der Gegner und weiterer Gegenstände und Ereignisse. Nach Fertigstellung eines Adventures konnte der Autor das Spiel so abspeichern, dass das Spiel auch ohne das Adventure Construction Set spielbar war und so einfach an Freunde verteilt werden konnte.
Das ACS wurde mit einem vollständigen Adventure, Rivers of Light, ausgeliefert, das zur damaligen Zeit vergleichbar mit Adventurespielen auf dem Markt war. Weiterhin lagen dem Programmpaket Beispieladventures bei, die den Leistungsumfang des Programms aufzeigten.
Das Programm war eines der größten Erfolge von Electronic Arts im Jahre 1985 und wurde mit einem SPA Gold Disk Award ausgezeichnet.

Amt Bergen bei Celle

Das Amt Bergen bei Celle war ein historisches Verwaltungsgebiet des Fürstentums Lüneburg, später des Königreichs Hannover bzw. der preußischen Provinz Hannover.

Im Kirchspiel Bergen, einem alten Zentralort der Lüneburger Heide, entstand im 15. Jahrhundert ein eigenes Gerichtswesen mit Gografen. Im 16. Jahrhundert sind erstmals Amtsvögte nachgewiesen, die bis 1772 der Aufsicht des Celler Großvogts unterstanden.
Ab 1795 wurden die Amtsvogteien Bergen und Hermannsburg gemeinsam von Bergen aus verwaltet, zunächst provisorisch, ab 1802 definitiv. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1852 wurden die Amtsvogteien Bergen und Hermannsburg zum Amt Bergen vereinigt. Hinzu kamen die Dörfer Poitzen und Schmarbeck sowie die Bauerschaft Ohöfe des Amts Ebstorf. Zugleich wurde die bisher zu Bergen gehörige Vogtei Wietzendorf mit den Dörfern Marbostel, Meinholz, Reddingen, Suroide und Wietzendorf abgetrennt. Ab 1867 bildete das Amt mit den Ämtern Ahlden, Fallingbostel und Soltau den Steuerkreis Fallingbostel. 1885 wurde es aufgehoben und in den Kreis Celle eingegliedert
Bei seiner Aufhebung (1885) umfasste das Amt folgende Gemeinden:
(*) Aus der ehem. Amtsvogtei Hermannsburg; (**) aus dem Amt Ebstorf

Max Sandlin

Max A. Sandlin (* 29. September 1952 in Texarkana, Arkansas) ist ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1997 und 2005 vertrat er den Bundesstaat Texas im US-Repräsentantenhaus.
Max Sandlin besuchte die Atlanta High School in Texas. Danach studierte er bis 1975 an der Baylor University in Waco. Nach einem anschließenden Jurastudium an derselben Universität und seiner 1978 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er als Jurist zu arbeiten. Zwischen 1986 und 1996 fungierte er an verschiedenen Gerichten in Texas als Richter. Danach praktizierte er als privater Rechtsanwalt. Außerdem war er im Bankgewerbe und auf dem Energiesektor tätig.
Politisch schloss sich Sandlin der Demokratischen Partei an. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1996 wurde er im ersten Wahlbezirk von Texas in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 1997 die Nachfolge von Jim Chapman antrat. Nach drei Wiederwahlen konnte er bis zum 3. Januar 2005 vier Legislaturperioden im Kongress absolvieren. Dort war er zeitweise Mitglied im Committee of Ways and Means, im Finanzausschuss und im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur. In seine Zeit als Abgeordneter fielen die Terroranschläge am 11. September 2001, der Irakkrieg und der Militäreinsatz in Afghanistan. Im Jahr 2004 unterlag er dem Republikaner Louie Gohmert.
Max Sandlin ist mit der ehemaligen Kongressabgeordneten Stephanie Herseth Sandlin aus South Dakota verheiratet. Er hat fünf Kinder und ein Enkelkind.

1. Bezirk: Kaufman | Scurry | Smyth | Evans | Reagan | Whitmore | Herndon | Reagan | Stewart | Hutcheson | Ball | M. Sheppard | Vaughan | Black | W. Patman | S. Hall | Chapman | Sandlin | Gohmert • 2. Bezirk: Pilsbury | Howard | P. Bell | Bryan | Hamilton | Conner | McLean | D. Culberson | Reagan | Martin | Long | Cooper | Broocks | Cooper | Dies Sr. | Box | Dies Jr. | Combs | Brooks | Dowdy | C. Wilson | Turner | Poe • 3. Bezirk: Clark | Giddings | Throckmorton | Wellborn | J.H. Jones | C. Kilgore | Yoakum | De Graffenreid | Russell | Lively | J. Young | Sanders | Beckworth | Gentry | Beckworth | Pool | Collins | Bartlett | S. Johnson • 4. Bezirk: Degener | Hancock | Mills | D. Culberson | Cranford | J.L. Sheppard | M. Sheppard | Randell | Rayburn | Roberts | R. Hall | Ratcliffe
5. Bezirk: Mills | Hancock | Giddings | G. Jones | Throckmorton | Hare | Bailey | Randell | Beall | Sumners | J.F. Wilson | Alger | Cabell | Steelman | Mattox | Bryant | Sessions | Hensarling • 6. Bezirk: Willie | Schleicher | Upson | Wellborn | Abbott | Burke | Wooten | Field | Hardy | L.A. Johnson | Teague | Gramm | Barton • 7. Bezirk: Ochiltree | Crain | Pendleton | Henry | Gregg | Briggs | Thompson | Patton | Pickett | Dowdy | Bush | Archer | J. Culberson • 8. Bezirk: Miller | L. Moore | C. Bell | S. Lanham | Ball | Pinckney | J. Moore | Eagle | Garrett | Eagle | A. Thomas | L. Thomas | Eckhardt | Fields | Brady • 9. Bezirk: Mills | Antony | Sayers | A. Burleson | Burgess | Mansfield | Thompson | Brooks | Stockman | Lampson | A. Green
10. Bezirk: Hancock | Sayers | Gresham | Crowley | Hawley | Burgess | A. Burleson | Buchanan | L.B. Johnson | H. Thornberry | Pickle | Doggett | McCaul • 11. Bezirk: S. Lanham | Crain | R. Kleberg | Henry | Connally | Cross | Poage | Leath | Edwards | Conaway • 12. Bezirk: Paschal | Noonan | Slayden | Gillespie | Callaway | J.C. Wilson | F. Lanham | Lucas | Wright | Geren | Granger • 13. Bezirk: Cockrell | Stephens | J.M. Jones | Parrish | G. Williams | McFarlane | Gossett | Ikard | Purcell | Price | Hightower | Boulter | Sarpalius | M. Thornberry • 14. Bezirk: Slayden | Bee | Wurzbach | McCloskey | Wurzbach | R.M. Kleberg | Lyle | J. Bell | J.A. Young | Wyatt | W.N. Patman | Sweeney | Laughlin | Paul | Weber
15. Bezirk: Garner | West | L. Bentsen | J. Kilgore | de la Garza | Hinojosa • 16. Bezirk: W. Smith | Blanton | Hudspeth | Thomason | Regan | Rutherford | Foreman | White | Coleman | Reyes | O’Rourke • 17. Bezirk: D. Garrett | Davis | D. Garrett | Blanton | Lee | Blanton | C. Garrett | S. Russell | O. Burleson | Stenholm | Edwards | Flores • 18. Bezirk: Sumners | McLemore | J.M. Jones | Worley | Guill | Rogers | Price | Jordan | Leland | Washington | Jackson Lee • 19. Bezirk: Bailey Jr. | Mahon | Hance | Combest | Neugebauer • 20. Bezirk: Strong | Maverick | Kilday | H. Gonzalez | C. Gonzalez | Castro • 21. Bezirk: Terrell | South | Fisher | Krueger | Loeffler | L. Smith
22. Bezirk: Dies Jr. | Casey | Gammage | Paul | DeLay | Sekula-Gibbs | Lampson | Olson • 23. Bezirk: Pool | Kazen | Bustamante | Bonilla | Rodriguez | Canseco | Gallego | Hurd • 24. Bezirk: Milford | Frost | Marchant • 25. Bezirk: Andrews | K. Bentsen | C. Bell | Doggett | R. Williams • 26. Bezirk: Vandergriff | Armey | Burgess • 27. Bezirk: Ortiz | Farenthold • 28. Bezirk: Tejeda | Rodriguez | Cuellar • 29. Bezirk: G. Green • 30. Bezirk: E. Johnson • 31. Bezirk: Carter • 32. Bezirk: Sessions • 33. Bezirk: Veasey • 34. Bezirk: Vela • 35. Bezirk: Doggett • 36. Bezirk: Stockman | Babin

Kleestängel

Unter dem heraldischen Kleestängel wird das paarig rechts und links an oder auf der Adlerbrust von der Körpermitte bis in die Flügelspitzen dargestellte, oft silberne oder goldene Kleinod bezeichnet. Die Kleestängel enden an der Flügelspitze in der Form eines dreiblättrigen Kleeblatts. Fehlen die Kleeblattenden, und zieht sich das Zeichen etwa über die Brust des Adlers durch, spricht man von Brustmond, Brustsichel oder Brustspange.
Im Wappenbuch von Conrad Grünenbergs (1483) ist bereits eine Binde zu erkennen, auf der glänzende Metallplatten befestigt waren. Anstelle dieser Binde wurden bald Metallspangen verwendet, die an den Enden mit dem Helmkopf und mit den anderen Enden kleeblattförmig an den Sachsen der Adlerflügel festgenietet waren, um erhöhte Haltbarkeit zu erreichen. Das bis dahin bedeutungslose Beiwerk ist wahrscheinlich aus einer dieser der besseren Befestigung des Wappenschildes dienenden Metallspangen entstanden. Auf älteren Siegeln ist diese Spange erkennbar. In Natura war diese aus Leder oder eine mit Stoff überzogene hölzerne halbmondförmige Scheibe, die hinten mit echten Vogelfedern geschmückt und hergestellt war.
Die Darstellung des Kleestängels ist auch in Anlehnung an diesen so genannten Brustmond (halbmondförmige Scheibe) hervorgegangen.
Der Brustmond hat seltener kleeblattartigen Enden, die bis in die Adlerschwingenspitzen reichen. Die vorwiegend silbern dargestellte Mondsichel wird mittig mit einem hochgezogenen Kreuz oder anderer geeigneter Figuren, z. B einem ausgezogenen Kleeblatt, geziert. Kreuz und Kleeblatt können auch nach unten zeigen, und der Heraldiker blasoniert dann die Form als gestürzt. Eine Unterbrechung über der Adlerbrust ist, wie bei den Kleestängeln, möglich.
Die Kleestängel sind in den Adlern der brandenburgischen Wappen, auf Wappenadlern der Askanier und der Hohenzollern (Preußen), im Tiroler Adler und zahlreichen anderen Wappentieren zu finden. Beispiel für die Brustspange ist der Schlesische Adler sowie das Stammwappen des schlesischen Adelsgeschlechts von Pelchrzim.
Hauptschild des Wappens des Königreichs Preußen
Wappen des heutigen österreichischen Bundeslandes Tirol
Im Wappen von Jeseník ein hochgezogenes Kreuz aus den Kleestängeln

Dietmar Najock

Dietmar Najock (* 13. November 1941 in Leipe, Westpreußen) ist ein deutscher Klassischer Philologe.
Najock studierte Klassische Philologie an der Universität Göttingen. Dort prägte ihn besonders Jürgen Mau, der frühzeitig Einsatzmöglichkeiten der EDV in den Geisteswissenschaften auslotete. Für seine Promotion verfasste Najock eine kommentierte Neuausgabe der drei anonymen antiken Traktate zur Musiktheorie, die Christian Friedrich Bellermann zuerst 1841 herausgegeben hatte. Najocks Edition erschien 1972 in den Göttinger musikwissenschaftliche Arbeiten (Band 2) und 1975 in der Bibliotheca Teubneriana.
Nach der Promotion studierte Najock Mathematik an der Universität Bielefeld. Bei Rudolf Ahlswede schrieb er seine Diplomarbeit Algorithmen zur Rekonstruktion von Stammbäumen, die er 1978 abschloss. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte sich Najock fortan mit Computerlinguistik und Corpusarbeit. Er arbeitete besonders an der Entwicklung von computergestützten Verfahren zur Echtheitskritik, zur Sprachstatistik und zur Rekonstruktion fragmentarischer Texte. Ab den 80er Jahren kooperierte er mit Georgios Fatouros und Tilman Krischer an der Freien Universität Berlin, um eine Libanios-Konkordanz zu schaffen, die 2003 abgeschlossen vorlag. 1993 habilitierte sich Najock an der Freien Universität Berlin.

Tarantapapagei

weiblicher und männlicher Tarantapapagei
Der Bergpapagei (Agapornis taranta), auch Taranta- oder Tarantinerpapagei genannt, ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis.

Die Körperlänge der Bergpapageien beträgt 16 bis 17 cm Zentimeter. Somit ist sie die größte Art der Agaporniden. Die Männchen wiegen durchschnittlich 44 Gramm, die Weibchen hingegen 53 Gramm . Bei beiden Geschlechtern ist die Grundfärbung des Körpergefieders ein Grün. Bergpapageien weisen im Körpergefieder ansonsten einen Geschlechtsdimorphismus auf. Nur beim Männchen kommen rote Federn vor. Bei ihm sind die Stirn, die Augenzügel sowie ein schmaler Ring um die Augen rot. Beim Weibchen fehlen jegliche rote Federn und sie weisen manchmal schwarze Flecken auf. Bei beiden Geschlechtern ist der Schnabel von leuchtend roter Farbe. Die Iris ist dunkelbraun. Die Schwungfedern sind an ihrer Unterseite schwarz.
Die Art kann zwischen 10 und 15 Jahre alt werden.
Das Verbreitungsgebiet der Bergpapageien erstreckt sich auf das Hochland Äthiopiens. Sie besiedeln dort die bewaldeten Plateaus in Höhenlagen zwischen 1300 und 3200 Meter über Normalnull.
An den Rändern immergrüner Bergwälder leben sie in Familien von drei bis acht Tieren. Bevorzugt werden die Kronen hoher Bäume, hier schlafen sie nachts gerne in Baumhöhlen. In tieferen Lagen bewohnen sie hauptsächlich grasbewachsene Savannen und Akazienwälder. Ebenso kommen sie in einigen städtischen Gebieten vor.
Während der Reifezeit der Feigen kommen sie in Grüppchen von bis zu 10 Tieren in die Täler. Sie nähern sich hierbei selten menschlichen Ansiedlungen. Die sonstige Nahrung besteht aus Samen, Beeren und Früchten, sie fressen aber auch Wacholderbeeren. Deswegen gelten sie auch manchmal als Schädling.
Bergpapageien haben eine ungewöhnliche Weise, Nistmaterial zum Brutort zu transportieren. Sie klemmen die Zweige, Rinden und andere Pflanzenteile im Gefieder fest. Während das Pfirsichköpfchen, Erdbeerköpfchen und die Schwarzköpfchen kobelförmige Nester mit einem seitlichen Eingang bauen, besteht beim Bergpapagei ähnlich wie beim Grauköpfchen das Nest nur aus einer Art Nestunterlage. Sie nisten einzeln in Astlöchern und sind an keine feste Brutzeit gebunden. In der Nisthöhle wird nur eine wenige Zentimeter hohe Schicht des Nistmaterials ausgelegt, auf der dann 3 bis 5, selten 6 Eier in eine Mulde gelegt werden. Das Weibchen brütet, während das Männchen es mit Nahrung versorgt, ca. 24 bis 25 Tage lang. Wenn die Jungen schlüpfen, besitzen sie einen weißen Flaum, der später dann durch einen grauen ersetzt wird. Nach ca. 6 bis 8 Wochen verlassen sie das Nest und sind dann schon vollständig flugtüchtig. Das Männchen versorgt sie nach dem Ausfliegen noch einige Wochen mit Nahrung.
Bergpapageien wurden erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Ziervögel importiert. Bereits 1809 wurden erstmals in Österreich Bergpapageien in menschlicher Obhut gezüchtet. Nachzuchten sind danach nur unregelmäßig erfolgt. Bergpapageien gehören daher zu den selten in menschlicher Obhut gepflegten Vögeln.