Sprachführer

Ein Sprachführer ist ein zweisprachiges Handbuch mit Vokabeln und geläufigen Redewendungen sowie deren Übersetzung, das vor allem Touristen bei Reisen in fremdsprachige Länder helfen soll, sich zu verständigen und einfache Alltagsgespräche zu führen.

Zumeist nach thematischen Gesichtspunkten in einzelne Kapitel wie Zwischenmenschliches, Essen und Trinken, Beim Arzt, Einkaufen etc. organisiert, enthält ein Sprachführer neben leichten Aussprachehilfen darüber hinaus oft hilfreiches Hintergrundwissen zu Kultur und Gepflogenheiten des Reiselandes, sowie ein typischerweise 1000–2000 Wörter umfassendes Reisewörterbuch, von der eigenen in die Fremdsprache. Auch eine prägnante Kurzgrammatik und ein Sachregister zum schnellen Auffinden einer gesuchten Gesprächssituation findet sich häufig. Generell zeichnet sich ein Sprachführer durch eine hohe Übersichtlichkeit und praktikable, zuweilen farblich unterstützte Strukturierung aus, mit der Zielsetzung, möglichst schnell und einfach eine zweckorientierte, wenn auch rudimentäre Kommunikation für den der Sprache nicht (oder nur unzureichend) mächtigen Reisenden zu ermöglichen. Gerade zu diesem Zweck finden sich zu typischen Fragen vereinzelt auch verschiedene Antwortmöglichkeiten in der Sprache des Reiselandes mit Übersetzung abgedruckt, mittels welcher Einheimische sich durch Lesen und Daraufdeuten in gewissem Maße mitteilen können. Ergänzendes Audiomaterial soll oft Aussprache- und Verständniskompetenz fördern.
Die althochdeutschen Kasseler Glossen (Anfang 9. Jahrhundert) und Pariser Gespräche (10. Jahrhundert, auch Altdeutsche Gespräche genannt) werden in der Forschung oft als eine Art frühe deutsch-romanische Sprachführer gedeutet, da sie alltägliche Redewendungen mit umgangs- und sprechsprachlichen Merkmalen wie Wortverschleifungen oder Ellipsen und sogar Beschimpfungen auflisten.
Älteste Sprachführer in Deutschland sind im VD 17 für die ersten Jahre des 17. Jahrhunderts nachgewiesen. Dazu zählen beispielsweise:
Die englische Komikergruppe Monty Python hatte einen Sprachführer mit falschen Übersetzungen in zwei Sketchen ihrer Comedy-Show Monty Python’s Flying Circus (Folge 25, 1970) zum Thema.

Černotín

Černotín (deutsch Czernotin) ist eine Gemeinde mit 744 Einwohnern in Tschechien. Sie liegt drei Kilometer südöstlich von Hranice und gehört zum Okres Přerov. Die Katasterfläche beträgt 832 ha.

Černotín erstreckt sich entlang sich des Hluzovský potok, eines rechten Zuflusses der Bečva. Im Westen liegt der Weißkirchener Karst mit den Zbraschauer Aragonithöhlen und dem Weißkirchener Abgrund. Der 370 m hohe Hügel Hůrka im Nordwesten wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch den Ort führt die Europastraße 442 /Staatsstraße 35 von Hranice nach Valašské Meziříčí sowie die Eisenbahnstrecke zwischen beiden Städten, an der Černotín einen Bahnhalt besitzt.
Nachbarorte sind Hranice im Nordwesten, Hluzov im Norden, Špičky im Nordosten, Kamenec und Milotice nad Bečvou im Osten sowie jenseits der Bečva Skalička und Ústí im Süden und Zbrašov im Südwesten.
Die erste urkundliche Erwähnung von Cerncine stammt aus dem Jahre 1131, jedoch ist diese Urkunde wahrscheinlich gefälscht. Der Zeitpunkt der Ortsgründung wird um 1000 vermutet. Das Dorf war Teil der Herrschaft Hranice, die das Benediktinerkloster Rajhrad 1169 als Schenkung erhielt. Ottokar I. Přemysl teilte das Gebiet 1201 dem Prämonstratenserkloster Hradisko zu, nach dem es darüber zwischen beiden Orden zu Streitigkeiten gekommen war. 1407 gelangte Czernotíně an die Herrschaft Helfenstein. Zwischen 1491 und 1595 waren die Pernsteiner Besitzer des Ortes. Ihren folgte Zdeněk Žampach z Potštejna und ab 1609 Karl Perger von Perg. Václav Mol z Modřelic, der die Herrschaft ab 1612 besaß, wurde nach der Schlacht am Weißen Berg enteignet und die Herrschaft fiel an die Dietrichsteiner, die die Rekatholisierung betrieben. Am nordwestlich gelegenen Kostelíček entstand 1687 eine Klause und der polnische Adlige Sebastian Srzemski, der dort als Einsiedler lebte, errichtete 1707 einen Kreuzweg. Nach den Josefinischen Reformen erlosch die Klause, ihre letzten Bewohner waren zwei Kapuziner, die dort seit 1766 lebten. 1714 wurden die Grundbücher eingeführt, die von Černotín waren in tschechischer und die von Hluzov in deutscher Sprache gehalten. 1790 nahm die Dorfschule den Unterricht auf, in den aus die Kinder aus Hleis gingen.
1823 und 1839 erfolgten Flussregulierungen an der Bečva und 1848 wurde die Handelsstraße zwischen Mährisch Weißkirchen und Walachisch Meseritsch errichtet. Für den Bau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn entstand ein Steinbruch zwischen Czernotin und Hleis in dem die italienischen Steinbrecher den Kaiser Ferdinand mit einer Reliefdarstellung verewigten.
Mit der Errichtung der Eisenbahn von Mährisch Weißkirchen nach Krasna entstand 1884 der Bahnhof Černotín-Kelč. 1905 wurde bei den Kalköfen der Czernotiner Bronzeschatz gefunden.
Nach dem Attentat auf Heydrich wurde 1942 im Dorf eine Razzia nach ungemeldeten Personen durchgeführt. Im Mai 1945 sprengte die Wehrmacht die Brücke über die Bečva und lieferte sich am 7. Mai 1945 ein ganztägiges Gefecht mit der Roten Armee.
1983 erfolgte die Eingemeindung von Hluzov.
Zur Gemeinde Černotín gehört der Ortsteil Hluzov (Hleis) sowie die Siedlung Na Vápenkách und die an der Bečva gelegene Podhrázný Mlýn.
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Dušan Šimočko

Dušan Šimocko (* 29. September 1983 in Banská Bystrica) ist ein slowakischer Biathlet.
Dušan Šimocko lebt in Banska Bystrica und arbeitet als Sportlehrer. Er startet für VSC Dukla Banska Bystrica, sein Trainer ist sein gleichnamiger Vater. Šimocko gab sein internationales Debüt mit guten Leistungen bei den Junioren-Europameisterschaften 2000 in Zakopane. Elfter wurde er im Einzel, Vierter in Sprint und Verfolgung, mit der Staffel, zu der auch Matej Kazár gehörte, gewann er die Silbermedaille hinter dem russischen Team. Weniger erfolgreich wurden die Junioren-Weltmeisterschaften des Jahres in Hochfilzen, wo er sich in Einzelrennen nur im 30er-Bereich platzierte. Šimocko trat auch 2001 bei beiden Titelkämpfen der Junioren an. Bei der EM in Haute Maurienne waren Platz elf im Sprint und 13 in der Verfolgung beste Ergebnisse, bei der WM in Chanty-Mansijsk belegte er Platz sechs im Sprint und neun in der Verfolgung. Auch die Junioren-WM 2003 in Ridnaun brachte mit Platz sieben in der Verfolgung und vier mit der Staffel gute Ergebnisse. Noch besser verlief die Junioren-EM in Kontiolahti. Nach Platz 12 im Einzel gewann Šimocko hinter Andrei Makowejew und Michael Rösch die Bronzemedaille, in der Verfolgung musste er sich nur noch Rösch geschlagen geben. Die WM 2003 in Kościelisko brachte keine Medaillen, aber mit Platz 15 im Sprint und sechs in der Verfolgung erneut gute Resultate. Ebenso die EM in Forni Avoltri, wo er sich in allen vier Wettbewerben unter den besten 20 platzierte. Im Sommer konnte der Slowake an selber Stelle bei der Junioren-Sommer-WM Siebter im Sprint, Zehnter der Verfolgung und Fünfter im Massenstart werden. Mit der Staffel gewann er mit Kazar und Miroslav Matiaško hinter den Letten Silber. 2004 bestritt Šimocko seine letzte Junioren-Saison. Die Junioren-WM in Haute Maurienne brachte erneut vier Ergebnisse unter den besten 20, darunter einen fünften Platz im Einzel. Bei der EM in Minsk belegte er in vier Rennen immer Plätze zwischen fünf und acht. Zudem gewann der Slowake in Brusson einen Sprint im Rahmen des Junioren-Europacups. Zum Abschluss trat er in Osrblie bei der Junioren-WM im Sommerbiathlon an und gewann erneut Silber, dieses Mal im Sprint hinter dem Letten Edgars Piksons.
In Östersund debütierte Šimocko zu Beginn der Saison 2002/03 als 14. mit der Staffel im Biathlon-Weltcup. Sein erstes Einzelrennen, ein Sprint in Pokljuka, bestritt er nur wenig später und erreichte dort Rang 87. In Beitostølen erreichte er mit der Staffel 2004 als Zehnter eine erste Top-Ten-Platzierung. Einsätze im Weltcup sind für Šimocko eher sporadisch. Erst in der Saison 2008/09 konnte er mehrfach achtbare Erfolge erreichen, darunter mit Platz acht in der Staffel und Rang 27 im Sprint von Oberhof seine bis dahin besten Ergebnisse. Beim Lauf auf den 27. Rang gewann er auch erstmals Weltcuppunkte. In Hochfilzen lief er die Biathlon-Weltmeisterschaften 2005 und wurde dort 77. im Sprint. Ein Jahr später wurde er bei der Mixed-WM eingesetzt und wurde mit Anna Murínová, Jana Gereková und Kazar in der Staffel Slowakei II und erreichte Platz 13. Höhepunkt der Saison waren allerdings die Olympischen Spiele von Turin, wo Šimocko 56. im Einzel und mit Pavol Hurajt, Miroslav und Marek Matiaško 14. wurde. In Antholz startete der Slowake erneut bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2007 an und belegte dort in Einzel und Sprint 73. Ränge und wurde 15. mit der Staffel. 2009 lief Šimocko in Pyeongchang seine beste WM. Im Einzel erreichte er Rang 42, im Sprint wurde er 61. und verpasste damit um einen Rang das Verfolgungsrennen. 12. wurde er zudem mit der Staffel. In der Saison 2009/2010 erreichte er bei einem Sprint in Antholz mit Platz 23 eine neue bestes Platzierung im Weltcup, konnte diese im Rahmen des Einzels bei den Olympischen Winterspielen 2010 mit einem 18. Platz nochmals verbessern. Zudem wurde Šimočko 15. im Sprint und 15. mit der Staffel.
Bessere Ergebnisse als bei Weltmeisterschaften erreichte Šimocko im Schnitt bei Europameisterschaften. 2005 in Nowosibirsk erreichte er 20. Plätze in Sprint und Verfolgung, wurde 12. im Einzel und Vierter mit der Staffel. 2006 ist in Langdorf einzig Platz vier mit der Staffel und damit eine knapp verpasste Medaille erwähnenswert. Auch 2007 und 2008 startete er bei Europameisterschaften, ohne jedoch gute Ergebnisse zu erreichen. Im Biathlon-Europacup erreichte er mehrfach Top-Ten-Resultate.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).