Elspe Festival

Naturbühne Elspe e. V., Western Country GmbH, Karl-May-Festspiele Elspe
Karl-May-Festspiele, Dinnershow, Konzerte, Events
Das Elspe Festival ist einer der größten und meistbesuchten Show- und Festivalparks Europas. Das rund 120.000 m² große Gelände liegt im sauerländischen Elspe im Kreis Olpe, Sauerland bzw. Südwestfalen.
Das Elspe Festival ist bekannt für seine Karl-May-Festspiele, die jährlich rund 180.000 Besucher anziehen. In der über 50-jährigen Tradition des Unternehmens haben insgesamt mehr als 12,5 Millionen Zuschauer die verschiedenen Veranstaltungen besucht.
Neben der Naturbühne, auf der im Rahmen der Karl-May-Festspiele rund 60 Schauspieler und bis zu 40 Pferde auftreten, verfügt das Gelände über eine Festival-Halle und mehrere Locations im Western-Stil mit Gastronomie.

Die Freilichtbühne Elspe entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Elsper Theaterverein. Zunächst wurden von der 1950 gegründeten Naturbühne Elspe e. V. verschiedene Werke wie Wilhelm Tell und die Die Nibelungen vor rund 8.000 Zuschauern pro Saison gespielt.
1958 wurde mit Winnetou zum ersten Mal ein Stück nach den Werken von Karl May aufgeführt, und die Zuschauerzahlen verdoppelten sich auf rund 19.000. Seit 1964, als Hadschi Halef Omar gespielt wurde, steht ausschließlich Karl May auf dem Programm der Bühne.
Im November 1974 wurde der eingetragene Verein Naturbühne Elspe e. V. in die Western Country GmbH umgewandelt und erstmals die Zuschauermarke von 100.000 überschritten. Geschäftsführer wurde Jochen Bludau. Von 1974 bis 1994 trat das Ensemble der Karl-May-Festspiele alljährlich bei Gastspielen auf der Freilichtbühne Blauer See in Ratingen auf.
1975 wurde ein originalgetreuer Western-Saloon und die heute noch eingesetzte Western-Eisenbahn gebaut. Die Tribünen wurden von 2000 auf 4400 Sitzplätze erweitert
Die Karl-May-Festspiele Elspe steigerten ihren Bekanntheitsgrad 1976 enorm durch die Verpflichtung von Pierre Brice. Gleichzeitig wurde das Programmangebot ausgeweitet und Reitershows, Marionettentheater und indianische Folklore angeboten.
1978 wurden alle Sitzplätze des Zuschauerraums überdacht, die Konstruktion des Daches ist dem Olympiastadion München nachempfunden. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass keine Pfeiler die Zuschauersicht versperren. Von 1978 bis 1980 und dann noch einmal 1983 gastierte das Ensemble der Karl-May-Festspiele in der Wiener Stadthalle.
Ebenfalls 1982 drehte Lisa-Film in Elspe wesentliche Teile des Films Ein dicker Hund mit Helga Feddersen, Tommi Ohrner, Anja Schüte und vielen anderen. Fernsehspots für Jürgen von der Lippe, Rudi Carrell, Dieter Hallervorden wurden im Laufe der Jahre in Elspe oder an anderen Drehorten mit dem Elspe-Ensemble gedreht.
1989 wurde den Karl-May-Festspielen ein Rahmenprogramm aus Musik- und Akrobatikshows gegeben und das Gesamtangebot unter dem Begriff Elspe Festival vorgestellt. Ein großes Zelt ermöglichte es, auch Shows im Vorprogramm zu präsentieren. Im Premierenjahr gastieren die Golden Dragon Acrobats aus China sowie die Tanz- und Gesangsgruppe Dance to the Music aus Las Vegas.
Auf dem Gelände wurde 1992 ein Gastronomiebereich aus verschiedenen Erlebnisrestaurants erbaut.
Der Kinofilm Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem mit Helge Schneider in der Titelrolle wurde 1993 komplett in Elspe gedreht. Sämtliche Stunts wurden von Elspe-Darstellern ausgeführt. Helmut Körschgen, einer der Protagonisten in Helge Schneiders Filmen, war bis dahin Parkwächter bei den Karl-May-Festspielen und wurde von Helge persönlich „entdeckt“.
Im Jahr 2011 wurden die Karl-May-Festspiele von Zuschauern des WDR auf Platz 9 der beliebtesten Ausflugziele in NRW gewählt. Mehr als 12 Millionen Menschen haben bis heute das Elspe Festival besucht.
In den Sommermonaten Juni bis September werden seit 1958 die Karl-May-Festspiele aufgeführt. In der Wintersaison zeigt das Elspe Festival seit 1989 eine 4-Gang-Dinnershow mit jährlich wechselnden Vorstellungen. Außerhalb der Karl-May-Saison im Frühjahr und im Herbst finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.
In regelmäßigem Turnus werden seit 1958 sechs Stücke Karl Mays auf einer Freilichtbühnen aufgeführt:
Die Drehbücher – frei nach Karl May – schreibt Jochen Bludau, der auch Regie führt. Die Dialogregie liegt in den Händen von Benjamin Armbruster vom Theater Bielefeld.
Traten in den 1960er-Jahren noch hauptsächlich Laiendarsteller aus der Region auf der Bühne auf, so wurden die Karl-May-Festspiele mit dem Engagement von Pierre Brice, der von 1976 bis 1986 den Winnetou in Elspe spielte, zu einem professionellen Theaterunternehmen. Heute sind für eine Produktion rund 80 Personen engagiert, davon etwa 25 professionelle Schauspieler und Reiter. Dazu kommen weitere 35 Statisten und rund 20 Personen, die hinter der Bühne für Pyrotechnik, Ton, Licht und Tiere zuständig sind. Außerdem besitzt das Elspe Festival 40 eigene Pferde.
Seit 1989 bieten die Karl-May-Festspiele ein Ganztagsprogramm an. Vor dem Hauptstück kann der Zuschauer drei Shows im Rahmenprogramm besuchen, im Jahr 2012 beispielsweise ein Rodeo, eine Stunt- und Pyrotechnikshow und eine Musicalshow.
Seit 1989 produziert das Elspe Festival alljährlich eine eigene 4-Gang-Menu-Dinnershow, die in der Vorweihnachtszeit in der Elspe-Festival-Halle aufgeführt wird. Vor der Kulisse präsentiert das 60-köpfige Dinnershow-Team die jeweilige Produktion, die meist mit Action, Humor und Musik inszeniert ist.
Nachdem das Elspe Festival in den 1980er- und 1990er-Jahren als Konzertstätte an Bedeutung gewann – es spielten dort unter anderem Udo Jürgens, Spliff, Jethro Tull, Procol Harum, die Prinzen, die Schürzenjäger und BAP – ist es um die Jahrtausendwende in diesem Bereich ruhiger geworden. 2012 hat das Elspe Festival mit einem A-cappella-Festival und den Auftritten der Schürzenjäger und diverser Rock- und Country-Bands an alte Zeiten im Konzertbereich angeknüpft.
Das Elspe-Festival-Gelände kann außerhalb der Vorstellungen ganzjährig für die Durchführung geschäftlicher oder privater Veranstaltungen wie Konferenzen, Seminare und Produktpräsentationen, Betriebsausflüge, Firmen- oder Privatfeiern gemietet werden. Das Festival bietet an, Veranstaltungen von 10 bis zu 4.000 Gästen durchzuführen. Für Tagungen stehen Tagungsräume für bis zu 1.300 Tagungsteilnehmer zur Verfügung.
Herzstück im insgesamt mehr als 120.000 m² großen Außengelände ist die Naturbühne mit ihrem komplett überdachten Zuschauerraum. Sie erstreckt sich auf 96 m Breite, 34 m Tiefe und einem Höhenunterschied von 25 m. Die natürlichen Gegebenheiten bieten Kalksandsteinfelsen, Heidegras und Wacholderbüsche. Außerdem werden je nach aufgeführtem Stück ein Saloon, ein Indianerdorf, die Eisenbahn, ein Fort, ein Wasserfall, ein Ölbohrturm oder andere Anlagen aufgebaut.
Die Tonanlage besteht aus einer Mikrofonanlage mit 24 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Musiken und Geräuschen abgemischt werden können. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch ein modernes Line Array System in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für die vorderen Plätze kommen außerdem Nahfeldlautsprecher zum Einsatz, die in das Erscheinungsbild der Bühne integriert sind. Als Subwoofer wurden sechs 15″-Tieftöner für den Zuschauer unsichtbar verbaut. So können die Schauspieler auf allen Plätzen gleich gut verstanden werden. Zum Verständnis auf der Bühne wurden acht wetterfeste Monitorlautsprecher installiert.
Bei Abendvorstellungen, die viermal jährlich auf dem Programm stehen, wird die Bühne mit bis zu 54 Scheinwerfern ausgeleuchtet, die eine Gesamtleistung von 80.000 Watt haben.
Der Zuschauerraum ist 96 m breit und bis zu 38 m tief. Er bietet ca. 4.000 Sitzplätze oder etwa 6.000 Stehplätze. Er ist mit einer pfeilerfreien Gesamtüberdachung aus Textilmembranen ausgestattet, die an vier 37 Meter hohen Pylonen aufgehängt ist. Die überdachte Fläche beträgt etwa 3.700 m². Dadurch sind die Zuschauer nicht von Wettereinflüssen betroffen.
Das Gelände des Festivals grenzt im Norden direkt ans Naturschutzgebiet Melbecke und Rübenkamp.
1994 wurde die 7 Millionen DM teure Elspe-Festival-Halle eingeweiht und ersetzte das bis dahin genutzte Showzelt. Die Halle ist 60 m breit, 40 m tief, 16,5 m hoch und voll klimatisiert. Die Vorprogramme zogen in den neuen Veranstaltungsort um. Weihnachtsmärchen und Dinnershows wurden als neues Angebot aufgenommen. Die Bühnenlandschaft ist dem Grand Canyon nachempfunden und besteht aus aus Sandsteinputz geformten Felsen mit einer Höhe von bis zu 12,5 m.
An Bühnentechnik steht ein acht Meter hoher und vier Meter breiter künstlicher Wasserfall zur Verfügung, der mit 6000 Litern Wasser pro Minute betrieben wird. Ferner gibt es drei Schneekanonen, eine Stickstoff-Bodennebelanlage, eine 60 m breite Regenanlage, drei Stroboskope für Blitzeffekte, pyrotechnische Effekte wie Explosionen, Feuerwerkkörper usw., einen gewölbten Himmel (1800 m²) aus Aluminiumblechen, an dem Sonne, Mond und Sterne auf- und untergehen können, vier Zugänge für Fahrzeuge und Pferde, zwei für Fußgänger und Pferde, 2 nur für Fußgänger, sowie eine Sprinkleranlage.
An Licht- und Projektionstechnik verfügt die Halle über 420 Scheinwerfer mit einer Gesamtleistung von 830.000 Watt in allen Farben, sechs Golden Scans, zwei Verfolgerspots und drei Beamer für Breitband-Projektionen an der Hallendecke.
Die Tontechnik stellt eine Mikrofonanlage mit 14 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Effekten und Musik abgemischt werden. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch moderne Line Arrays in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für den Tieftonbereich wurden drei Subwoofer mit je zwei 18″-Tieftönern verbaut. Abgemischt werden alle Signale über ein digitales Mischpult.
Mit einer Breite von 60 Meter, einer Tiefe von 15 Meter und 13 ansteigenden Reihen bietet die Halle eine Gesamtkapazität von 1.300 Plätzen und kann durch einfahrbare Tribünen auf 700 Plätze verkleinert werden. Bei Tagungsbestuhlung an Tischen oder für die Dinnershow verbleiben 500 Plätze.
Der Saloon stand im Original in Bisbee, Arizona. In Elspe wurde er originalgetreu nachgebaut. Mit seinen 450 Sitzplätzen auf zwei Etagen, 2 Bühnen und einer 16 m langen Theke war er schon oft Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen. Im Jahr 2012 wurde die Fassade des Saloons nach 40 Jahren komplett erneuert.
Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH ist Jochen Bludau, der erste Winnetou-Darsteller der Bühne, langjähriger Old-Shatterhand-Darsteller, Buchautor und Regisseur. Das Unternehmen wurde 2011 von Western Country GmbH in Elspe Festival GmbH umbenannt. Von Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2014 war Oliver Bludau, der Sohn von Jochen Bludau, Geschäftsführer und Old-Shatterhand-Darsteller. Aufgrund der steigenden Anforderungen an die Geschäftsführung zweier Unternehmen – Oliver Bludau ist auch einer der Geschäftsführer der Berghoff Gruppe – ist er als Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH zurückgetreten. Jochen Bludau hat übergangsweise bis zur Bestellung eines Nachfolgers die Geschäftsführung übernommen.
Karl May’s Gesammelte Werke • Karl Mays Werke
Das Buch der Liebe • Geographische Predigten (in „Schacht und Hütte“) • Der beiden Quitzows letzte Fahrten • Auf hoher See gefangen • Scepter und Hammer • Im fernen Westen • Der Waldläufer • Die Juweleninsel Gruppen kürzerer Texte: Erzgebirgische Dorfgeschichten • Geschichten über den Alten Dessauer • Historische Erzählungen • Humoresken
Das Waldröschen • Die Liebe des Ulanen • Der verlorne Sohn • Deutsche Herzen – Deutsche Helden • Der Weg zum Glück
Durch Wüste und Harem („Durch die Wüste“) • Durchs wilde Kurdistan • Von Bagdad nach Stambul • In den Schluchten des Balkan • Durch das Land der Skipetaren • Der Schut • Winnetou I–III • Orangen und Datteln • Am Stillen Ocean • Am Rio de la Plata • In den Cordilleren • Old Surehand I • Old Surehand II • Im Lande des Mahdi I–III • Old Surehand III • Satan und Ischariot I–III • Auf fremden Pfaden • „Weihnacht!“ • Im Reiche des silbernen Löwen I-II • Am Jenseits
Der Sohn des Bärenjägers (in „Die Helden des Westens“) • Der Geist des Llano estakado (in „Die Helden des Westens“) • Kong-Kheou, das Ehrenwort („Der blaurote Methusalem“) • Die Sklavenkarawane • Der Schatz im Silbersee • Das Vermächtnis des Inka • Der Oelprinz • Der schwarze Mustang Gruppen kürzerer Texte: Illustrationstexte • Texte unter dem Pseudonym Hobble-Frank
Himmelsgedanken • Im Reiche des silbernen Löwen III • Erzgebirgische Dorfgeschichten • Im Reiche des silbernen Löwen IV • Und Friede auf Erden! • Babel und Bibel • Ardistan und Dschinnistan I–II • Winnetou IV • Mein Leben und Streben
Ave Maria (in „Ernste Klänge“) • Drei Menschheitsfragen • Sitara, das Land der Menschheitsseele • Empor ins Reich der Edelmenschen
Figuren: Hadschi Halef Omar • Kara Ben Nemsi • Old Shatterhand • Winnetou • Figurenübersicht
Auf den Trümmern des Paradieses (1920) • Die Todeskarawane (1920) • Die Teufelsanbeter (1920) • Durch die Wüste (1936) • Die Sklavenkarawane (1958) • Der Löwe von Babylon (1959) • Der Schatz im Silbersee (1962) • Winnetou 1. Teil (1963) • Old Shatterhand (1964) • Der Schut (1964) • Winnetou 2. Teil (1964) • Unter Geiern (1964) • Der Schatz der Azteken (1965) • Die Pyramide des Sonnengottes (1965) • Der Ölprinz (1965) • Durchs wilde Kurdistan (1965) • Winnetou 3. Teil (1965) • Old Surehand 1. Teil (1965) • Im Reiche des silbernen Löwen (1965) • Das Vermächtnis des Inka (1966) • Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966) • Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) • Die Spur führt zum Silbersee (1990)
Mit Karl May im Orient (1963) • Kara Ben Nemsi Effendi (1973/75) • Mein Freund Winnetou (1980) • Das Buschgespenst (1986) • Bärenstark! (1987) • Präriejäger in Mexiko (1988) • Winnetou (1996) • Winnetous Rückkehr (1998) • WinneToons (2002)
Karl-May-Stiftung • Karl-May-Verlag • Karl-May-Museum (Radebeul) • Karl-May-Gesellschaft • Karl-May-Haus
Geburtshaus • Villa Shatterhand • Grabmal • Villa Bärenfett
Karl-May-Festtage (Radebeul)
Elspe Festival • Karl-May-Festspiele Winzendorf • Karl-May-Spiele Bad Segeberg • Karl-May-Spiele Bischofswerda
Karl May & Co. • Scharlih • (15728) Karlmay