Natallja Helach

Natallja Mikalajeuna Helach (weißrussisch Наталля Мікалаеўна Гелах, russisch Наталья Николаевна Гелах/Natalja Nikolajewna Gelach; * 30. Mai 1978 in Brest, Belarussische SSR) ist eine weißrussische Ruderin, die bei drei Olympiateilnahmen zwei Medaillen gewinnen konnte.
Natallja Helach gewann 2000 mit dem Achter ihre erste Weltcup-Regatta. Bei den Weltmeisterschaften 2000 gewann Helach in der nichtolympischen Bootsklasse Vierer ohne Steuerfrau ihren ersten Weltmeistertitel. Sieben Wochen später belegte sie bei den Olympischen Spielen in Sydney mit dem weißrussischen Achter den vierten Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2001 in Luzern trat Natallja Helach in zwei Disziplinen an: mit dem Vierer ohne Steuerfrau erreichte sie den sechsten Platz, mit dem Achter belegte sie den fünften Platz.
2002 rückte Natallja Helach zu Julija Bitschyk in den Zweier ohne Steuerfrau, die beiden gewannen bei den Weltmeisterschaften in Sevilla die Bronzemedaille hinter den Rumäninnen und dem kanadischen Duo. In den Weltcup-Regatten 2003 gewannen im Zweier einmal die Rumäninnen, einmal die Britinnen und einmal die Kanadierinnen, Bitschyk und Helach waren einmal Vierte und zweimal Zweite. Bei den Weltmeisterschaften in Mailand siegten die Britinnen vor den beiden Weißrussinnen und den Rumäninnen. In der Olympiasaison 2004 trat Helach im Weltcup im Zweier ohne Steuerfrau und im Achter an, bei den Olympischen Spielen in Athen starteten Bitschyk und Helach im Zweier und gewannen die Bronzemedaille hinter den beiden rumänischen Weltmeisterinnen von 2002 und den britischen Weltmeisterinnen von 2003.
Bei den Weltmeisterschaften 2005 in Gifu startete Natallja Helach im Zweier ohne Steuerfrau und im Achter, konnte aber zu den Endläufen nicht antreten. Im Folgejahr belegte Helach den vierten Platz im Vierer ohne Steuerfrau und den elften Platz im Achter bei den Weltmeisterschaften in Eton. 2007 bildete Natallja Helach wieder zusammen mit Julija Bitschyk den weißrussischen Zweier ohne Steuerfrau. Bei den Weltmeisterschaften in München siegten die beiden vor dem deutschen Duo und den rumänischen Olympiasiegerinnen. Im Weltcup 2008 fuhren die beiden Weißrussinnen einmal auf den fünften und einmal auf den siebten Platz. Bei den Weltmeisterschaften auf den nichtolympischen Strecken gewannen die beiden zusammen mit Hanna Nachajewa und Olha Scherbatschenja im Vierer ohne Steuerfrau. Bei den Olympischen Spielen in Peking siegten die Rumäninnen Georgeta Andrunache und Viorica Susanu vor einem chinesischen Zweier, Bitschyk und Helach erhielten wie 2004 die Bronzemedaille. Zum Saisonabschluss 2008 gewannen Helach und Bitschyk mit dem weißrussischen Achter noch Europameisterschaftsbronze.
Nach einer Pause 2009 kehrte Natallja Helach 2010 zurück. Bei den Europameisterschaften siegte sie mit dem Vierer ohne Steuerfrau und belegte den sechsten Platz mit dem Achter, bei den Weltmeisterschaften in Bled startete sie mit Julija Bitschyk im Zweier ohne Steuerfrau, die beiden belegten aber nur den elften Platz. Zum Abschluss der Saison 2011 gewannen Bitschyk und Helach zwei Silbermedaillen bei den Europameisterschaften. 2012 versuchten Bitschyk und Helach in Luzern sich noch für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren, was weder im Zweier ohne Steuerfrau noch im Achter gelang. Bei ihrer letzten internationalen Regatta bei den Europameisterschaften 2012 belegte Helach mit dem Achter den vierten Platz.
(Olympische Spiele=OS; Weltmeisterschaften=WM; Europameisterschaften=EM)
1974: Ghita, Neascu (ROM) | 1975 & 1977: Dähne, Noack (DDR) | 1978 & 1979: Klier, Steindorf (DDR) | 1981: Rudolph, Anders (DDR) | 1982 & 1983: Fröhlich, Sandig (DDR) | 1985: Arba, Horvat (ROM) | 1986 & 1987: Arba, Homeghi (ROM) | 1989: Haacker, Zeidler (DDR) | 1990: Werremeier, Schwerzmann (GER) | 1991: Heddle, McBean (CAN) | 1993 & 1994: Cortin, Gossé (FRA) | 1995: Slatter, Still (AUS) | 1997 & 1998: Korn, Robinson (CAN) | 1999: Luke, Robinson (CAN) | 2001 & 2002: Damian, Susanu (ROM) | 2003: Grainger, Bishop (GBR) | 2005: Haigh, Coles (NZL) | 2006: Marquardt, Rumball (CAN) | 2007: Bitschyk, Helach (BLR) | 2009: Francia, Cafaro (USA) | 2010 & 2011: Haigh, Scown (NZL) | 2013: Glover, Swann (GBR) | 2014 & 2015: Glover, Stanning (GBR)
1989: Harzendorf, Justh, Strauch, Wagner (DDR) | 1990: Bălan, Bobeică-Bulie, Trașcă, Ciucanu-Robu (ROM) | 1991: Barnes, Doey, Monroe, Taylor (CAN) | 1993: Jing, Pei, Wang, Zhu (CHN) | 1994: Boelen, Meijer, van Schilfgaarde, de Jong (NED) | 1995: Brooks, Iverson, Nelson, Lewis (USA) | 1996: Dirksen, Field, Turner, Zegarra (USA) | 1997: Beever, Eyre, Henshilwood, Walker (GBR) | 1998: Andrjejewa, Fessenko, Proskura, Sawtschenko (UKR) | 1999: Bitschyk, Mikulitsch, Trazewskaja, Snak (BLR) | 2000: Basilewskaja, Helach, Trazewskaja, Snak (BLR) | 2001: Robinson, Wilson, Lutz, Roberts (AUS) | 2002: Larsen, Winter, Sattin, Roberts (AUS) | 2003: Malcos, Webber, Davies, Wilbur (USA) | 2004: Rossit, Foulon, Galy, Le Nepvou (FRA) | 2005: Smith, Martin, Frasca, Hornsey (AUS) | 2006: Smith, Lutz, Bradley, Hornsey (AUS) | 2007: McGee, Cafaro, Jeffers, Dirkmaat (USA) | 2008: Nachajewa, Scherbatschenja, Helach, Bitschyk (BLR) | 2009 & 2010: Achterberg, Kingma, Bouw, Dekker (NED) | 2011: Zelenka, Kohler, Regan, Hendershot (USA) | 2013: Huelskamp, Coffey, Gobbo, Mueller (USA) | 2014: Pratt, Bevan, Prendergast, Gowler (NZL) | 2015: O’Brien, Latz, Martelli, Luczak (USA)

Kirsten John

Kirsten John (* 18. Juli 1966 in Hannover) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Kirsten John studierte bis 1993 Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Hannover. Sie lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin und Lektorin in Hannover und Amsterdam.
Für ihren Debütroman Schwimmen lernen in Blau (2001), der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, erhielt sie unter anderem 2001 den Niedersächsischen Förderpreis für Literatur und 2002 den Kurt-Morawietz-Literaturpreis der Stadt Hannover. Sie erzählt darin die Lebensgeschichte der Malerin Katharina, „die ihre Geschichte mit der Farbenlehre interpretiert“. Der Roman wurde in den Feuilletons der NZZ, FR und SZ rezensiert. 2007 erhielt Kirsten John ein Jahresstipendium des Landes Niedersachsen für Literatur.
In der Folge veröffentlichte sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Über ihre Erzählung Gefährliche Kaninchen (2012) befand die Rezensentin Sonja Kessen im Kulturradio: „Mit einfachen klaren Worten erzählt die Autorin, wie Konflikte aufbrechen, die unter der Oberfläche wabern, wie man sich zeitweilig entfremdet und wie sich schließlich für alle Beteiligten neue Perspektiven eröffnen“. Unter dem Pseudonym Marie Lucas veröffentlichte Kirsten John 2013 den Jugendroman Zwischen Ewig und Jetzt.
2009 war John Gründungsmitglied von Lesestart Hannover.

Reginbert von Seldenbüren

Reginbert von Seldenbüren, heute Sellenbüren, auch Reinbert von Seldenbüren († 29. Dezember 964 in St. Blasien) ist der legendäre Gründer des benediktinischen Klosters St. Blasien im Schwarzwald.

Die Gründungsgeschichte des Klosters St. Blasien ist widersprüchlich. Bereits im 9. Jahrhundert bestand eine wohl von einem Adligen namens Sigemar im Jahr 856 oder 858 gegründete Einsiedelei im Schwarzwald. Sie wurde als Cella Alba oder Klause Albzell bezeichnet. Sigemar übergab sie wohl dem Kloster Rheinau. Die Cella Alba erhielt das Patrozinium St. Blasien, nachdem vom Kloster Rheinau aus Rom erhaltene Reliquien des Heiligen Blasius dorthin transferiert wurden.
Möglicherweise war das Kloster St. Blasien im 10. Jahrhundert zeitweise unbewohnt, wodurch es zu der Gründungsgeschichte, dass der Adlige Reginbert von Seldenbüren Gründer des Klosters St. Blasien gewesen sei, gekommen sein kann. Nachdem Reginbert als Eremit in den Schwarzwald gegangen sei, habe er sich in der Cella Alba niedergelassen, dem Kloster große Schenkungen gemacht und sei selber Benediktinermönch geworden. Seitdem galt er als hoch angesehener Gründer, Stifter und Wohltäter der Abtei.
Reginbert starb 964 und wurde in St. Blasien beerdigt. Seine Gebeine wurden im Jahr 1927 in den alten Mönchschor des Doms von St. Blasien umgebettet. Das war bereits 1739 nach dem Abbruch des alten Münsters und nochmals 1768 nach dem Brand geschehen.
Aus der Mitte oder dem Ende des 13. Jahrhunderts ist ein Buchkastendeckel erhalten, auf dem zentral Maria mit dem Kind im Arm dargestellt wird, links von ihr sieht man Reginbert in der Kleidung eines Edelmannes, rechts von ihr wurde Arnold II., Abt des Klosters St. Blasien in den Jahren 1247-1276, abgebildet. Dieses Kunstwerk befindet sich heute in der Kunstsammlung des Stiftes Sankt Paul im Lavanttal.
Das Kloster St. Blasien schmückt ein Fresko des beginnenden 20. Jahrhunderts, auf dem Reginbert seine Schenkung dem Heiligen Konrad, Bischof von Konstanz der Jahre 943–975, übergibt.
Der katholische Gedenktag Reginberts ist der 29. Dezember.

Manching

Manching ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und liegt südöstlich von Ingolstadt. In der Nähe befindet sich eine Einrichtung für Testflüge Fliegerhorst Ingolstadt/Manching bestehend aus der Wehrtechnischen Dienststelle 61 der Bundeswehr für Luftfahrzeuge und dem Werksgelände von Airbus Defence and Space, einem Teil der Airbus Group.

Manching liegt in der Region Ingolstadt und besteht aus den Ortsteilen Manching, Oberstimm, Niederstimm, Pichl, Forstwiesen im Feilenmoos, Westenhausen, Lindach und Rottmannshart.
Vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. bestand ein keltisches Oppidum beim heutigen Manching.
Der Markt Manching gehörte seit 1505 zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und zum Landgericht Reichertshofen. Seit 1777 ist der Ort Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Am 1. Januar 1962 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Unsernherrn eingegliedert. Am 1. Januar 1971 kam Niederstimm hinzu. Pichl folgte am 1. Januar 1972. Im Jahr 1978 kamen noch Westenhausen am 1. Januar und Oberstimm am 1. Mai hinzu.
Bürgermeister:
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 6,151 Millionen Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1,351 Millionen Euro.
Die Gemeinde Manching führt seit 1955 ein Wappen. Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Silber und Blau; vorne ein aufrecht stehender schwarzer Schlüssel, hinten ein vorgeschichtlicher goldener Verschlusshaken in Pferdekopfform.“
Die denkmalgeschützte Manchinger Friedenskirche von 1958 gilt als ein besonders gelungenes Werk des Kirchenbauers Olaf Andreas Gulbransson (1916–1961), Sohn des Karikaturisten Olaf Gulbransson. Sie befindet sich am Eingang zu einem ehemaligen Fort der Bayerischen Landesfestung Ingolstadt und ist überwiegend aus Trümmersteinen dieses 1945 gesprengten Forts errichtet worden.
Airbus Group: in Manching befinden sich die Entwicklung und das Werk des Airbus Group-Geschäftsbereiches Airbus Defence and Space (ehemals Cassidian) mit derzeit ca. 4500 Mitarbeitern, dessen Zentrale im Dezember 2008 von Ottobrunn nach Manching verlegt wurde. Hier wurde der Prototyp des Eurofighters hergestellt. Derzeit befindet sich hier die Endmontage aller Eurofighter für die deutsche Luftwaffe sowie die Fertigung des Rumpfteils für alle Eurofightermodelle. Airbus Defence and Space nutzt den Flugplatz der Wehrtechnische Dienststelle 61 mit, dessen südliche Landebahn (07R/25L) mit 2940m Länge und 60m Breite zu einer der größten in Europa zählt und als offizielle Notlandebahn für das amerikanische Space Shuttle-Projekt ausgewiesen war.
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 2.116 und im Bereich Handel und Verkehr 234 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1.420 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3.890. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.950 ha, davon waren 1.661 ha Ackerfläche und 279 ha Dauergrünfläche.
Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit seiner Wehrtechnischen Dienststelle 61 (WTD 61) auf dem Fliegerhorst Ingolstadt/Manching ist einer der größten Arbeitgeber der Marktgemeinde.
In Manching liegt auf dem Gelände der früheren Immelmann-Kaserne und an drei anderen Standorten das bundesweit erste Lager für Schnellabschiebungen, die „Ankunfts- und Rückführungseinrichtung I“. Sie wurde am 1. September 2015 eröffnet und geht auf einen Beschluss der bayerischen Staatsregierung zurück.Dort sind Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive untergebracht, meist aus Balkanstaaten. Sie werden teils abgeschoben, teils kehren sie freiwillig in ihre Heimatländer zurück. In Manching gibt es noch weitere Behörden, die für ähnliche Angelegenheiten zuständig sind.
Das Kelten-Römer-Museum zeigt Exponate aus der Zeit der Kelten und Römer aus dem Raum Manching.
(Stand: 2010)
Manching liegt an der Donautalbahn. Der Bahnhof wird von den Zügen allerdings ohne Halt durchfahren.
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Chalil (Sultan)

Al-Malik al-Aschraf Salah ad-Din Chalil (auch Khalil, arabisch الملك الأشرف صلاح الدين خليل, DMG al-Malik al-Ašraf Ṣalāḥ ad-Dīn Ḫalīl; † Dezember 1293) war ein Sultan der Mamluken in Ägypten (1290–1293) und Herrscher aus der Bahri-Dynastie. Er eroberte die letzten Reste der Kreuzfahrerstaaten in Palästina und Syrien.
Chalil war der Sohn des Sultans Qalawun und wurde nach dem Tod seines älteren Bruders as-Salih Ali im Jahr 1288 zum Vize-Sultan ernannt. Qalawun vertraute ihm nicht und weigerte sich anfangs, den Status seines Sohnes anzuerkennen. Im August 1290 kam es zu einem Massaker an muslimischen Händlern in Akkon durch italienische Kreuzfahrer. Daraufhin verlangte Sultan Qalawun die Auslieferung der beteiligten Kreuzfahrer sowie eine Entschädigungszahlung in Höhe von dreißigtausend venezianischen Zecchinen. Da der Stadtrat Akkons beide Forderungen ablehnte, entschied sich der Sultan, Akkon umgehend anzugreifen. Als er jedoch kurz vor dem Feldzug im November 1290 starb, wurde Chalil zum Sultan ernannt. Chalil setzte als Sultan das Werk seines Vaters fort und brach im März 1291 mit seinem ägyptischen Heer in Kairo auf, das in Syrien um weitere Kontingente verstärkt wurde und eine enorme Größe erreichte. Nach sechswöchiger Belagerung wurde Akkon von der Streitmacht am 18. Mai 1291 erstürmt. Jeder Bewohner, der nicht geflohen war, wurde massakriert. Im August desselben Jahres hatte Chalil schließlich die verbleibenden Kreuzfahrerburgen Tyros, Sidon, Haifa, Tartus und Beirut erobert und kehrte nach Kairo zurück. Damit waren die Kreuzfahrer vollständig aus Palästina und Syrien vertrieben. Aufgrund dieser Siege wurde Chalil als neuer Alexander bezeichnet.
Im Jahr 1292 fiel er mit seiner Streitmacht im Königreich Kleinarmenien ein, wo er nach einmonatiger Belagerung die Burg des armenischen Patriarchen eroberte. Bevor er mit einem zweiten Feldzug die kleinarmenische Hauptstadt Sis bedrohte, erkauften sich die Armenier Frieden, indem sie ihm einige Ländereien abtraten. Neben diesen militärischen Erfolgen konnte er außerdem Handelsbeziehungen zu den Königreichen Zypern, Aragon und Sizilien aufbauen.
Chalil setzte die Politik seines Vaters fort, türkische Mamluken durch kaukasische zu ersetzen, da er Erstere für unloyal hielt. Er ernannte den Araber Ibn al-Salus zum Wesir. Trotz seiner Vorsichtsmaßnahmen wurde Chalil im Dezember 1293 durch seinen türkischen Regenten Baydara ermordet. Baydara rief sich selbst zum Sultan aus, wurde aber sofort von den kaukasischen Mamluken (wahrscheinlich Adygen) getötet. Noch im Jahr 1293 wurde Chalils Bruder al-Malik an-Nasir Muhammad dessen Nachfolger.

Connecticut Open 2014/Qualifikation

Dieser Artikel zeigt die Ergebnisse der Qualifikationsrunden für die Connecticut Open 2014 des Damentennis. Insgesamt nahmen 48 Spielerinnen im Einzel an der Qualifikation teil.

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Klassifikation:   Grand Slam  |  Jahresendveranstaltung   Premier Mandatory  |  Premier 5  |  Premier  |  International 

Burg Altraderach

Die Burg Altraderach, auch Castrum in Radray, Alte Burg oder Heidenschlösschen genannt, ist eine abgegangene Burg im Bereich zwischen Unterraderach und Raderach. Der noch gut sichtbare Burgstall liegt auf der Gemarkung Kluftern der Stadt Friedrichshafen im Bodenseekreis (Baden-Württemberg).

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Raderach erbaut, 1160 erstmals mit Werner von Raderach urkundlich erwähnt, der die Übergabe von Eigenleuten an das Kloster St. Blasien bezeugt, Am 14. März 1280 verspricht Graf Manegold von Nellenburg dem Bischof von Konstanz gegen 150 Mark Silber das Castrum in Radray, das er von Wernher von Roderach erkauft und von König Rudolf zu Lehen empfangen hatte, von diesem Lehensverhältnis zu befreien und dem Hochstift Konstanz als Eigentum zu übergeben. Von diesem wurde die Burg später aufgegeben.
Die Kernfläche der Burg beträgt etwa 20 auf 21 Meter. Sie ist von einem heute noch gut zu erkennenden Ringgraben umgeben, der durch eine Wallrippe nach außen abgegrenzt wird. Der Ringgraben geht an der steilen östlichen Hangseite direkt in den Hang über, an den anderen Seiten sind noch Reste eines Vorwalls zu erkennen. Die flache Nordseite der Anlage wird durch einen hohen Vorwall und einen etwa 2,5 Meter tiefen Graben geschützt, der an der nordwestlichen Ecke der Anlage durchbrochen ist, offenbar lag zwischen dieser Ecke und der westlichen Wallrippe ein (wahrscheinlich jüngerer) Zugang. An der westlichen Seite ist der Vorwall deutlich niedriger, aber noch gut zu erkennen, an der Südseite ist er zu einer Terrasse mit einer leichten Erhöhung abgerutscht.
Die örtliche Überlieferung siedelt hier die Geschichte der Rosa von Tannenburg – die Alte Burg entspricht dabei der Tannenburg – und der ebenfalls abgerissenen Neuen Burg (Fichtenburg) in Raderach an. In der Folge gibt es in Raderach eine Fichtenburgstraße, in dem näher liegenden Unterraderach eine Tannenburgstraße.
Schlösser: Wasserschloss Bambergen | Schloss Billafingen | Schloss Birnau | Schloss Brochenzell (Schloss Humpis) | Schloss Buchhorn | Wasserschloss Burgberg | Schloss Efrizweiler | Schloss Friedrichshafen | Schloss Heiligenberg | Schloss Helmsdorf | Schloss Hersberg | Schloss Hohenstein | Schloss Hornstaad | Schloss Kattenhorn | Schloss Kirchberg | Schloss Liebenau | Schloss Markdorf (Altes Schloss, Bischofsschloss) | Schloss Maurach | Neues Schloss Meersburg | Schloss Montfort | Schloss Salem | Schloss Spetzgart | Neues Schloss (Tettnang) | Altes Schloss (Tettnang) | Torschloss Tettnang | Schloss Überlingen
Burgen und Ruinen: Burg Alt-Heiligenberg (abgegangen) | Burg Altraderach (Weiherberg, Heidenschlösschen) (abgegangen) | Burgruine Altsummerau | Wasserburg Argen (abgegangen) | Burg Baitenhausen (abgegangen) | Burg Baumgarten (abgegangen) | Burg Berg (abgegangen) | Burg Bermatingen (abgegangen) | Burgruine Ebersberg | Burg Echbeck (abgegangen) | Burg Falkenhalden (Falkenstein) (abgegangen) | Burg Frickingen (abgegangen) | Burg Gießen | Burg Hagenau (abgegangen) | Burguine Hohenbodman | Burgruine Hohenfels (Alt-Hohenfels, Nieder-Hohenfels) | Burgruine Hüneberg (Burghalde) | Burg Ittendorf | Burg Kilsenberg (abgegangen) | Lenensburg (abgegangen) | Burg Leonegg (abgegangen) | Burg Löwental (Eichstegen) (abgegangen) | Burg Markdorf (Altschloss) (abgegangen) | Burg Meersburg (Altes Schloss) | Burg Nesselwangen (abgegangen) | Burg Neu-Raderach (abgegangen) | Burguine Neusummerau | Burg Oberraderach | Burg Ramsberg (abgegangen) | Burg Sammletshofen (abgegangen) | Burg Waldburg (abgegangen) | Burg Zwingenburg
Festungen: Festung Gustavsburg (Befestigte Reichsstadt Buchhorn)
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Burg Bürgberg | Burg Nüffern
Herrensitze: Adelssitz Berg (abgegangen) | Fürstenhäusle | Schloss Hirschlatt | Schloss Killenberg | Rothsches Palais
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall über dem Achtobel | Befestigung im Banzenreuter Wald | Burgstall über dem Beurenhof | Burgberg Boshasel | Burgstall am Buchholz | Burgstall Buggensegel | Schloßbühl Burg | Bürgle | Schlossbühl Deggenhausen | Burgstall Drachenstein | Burgstall Eichle | Burgstall über dem Eisbrunnen | Befestigung Egg | Burgstall Hagenau | Wallanlage Heidengestied | Burgstall Hornstein | Burgstall Jettenhausen | Schlossbühl Kaltbächle | Burgstall Kaplinz | Burgstall Kohlberg | Schloßbühl Limpach | Burgstall Margarethenberg | Schlossbühl Oberuhldingen (Burg Oberrieden?) | Schloßbühl Owingen | Burghügel Sandacker | Burgstell Schiggendorf | Schwedenschanze | Burgstall am Seilerstobel (Ettenburg?) | Burgstall Hohenlinden | Burgstall im Wiedenholz | Burgstall Zielbühl
Wehrkirchen: Wehrkirche Bonndorf (St. Pelagius und Verena) | Wehrkirche Immenstaad (St. Jodokus)

Liste der Bischöfe von Jarrow

Die Liste der Bischöfe von Jarrow stellt die bischöflichen Titelträger der Church of England, der Diözese von Durham, in der Province of York dar. Der Titel wurde nach der Stadt Jarrow benannt.
Bistümer der Church of England • Erzbischöfe von Canterbury • Erzbischöfe von York
Bath und Wells • Birmingham • Bristol • Chelmsford • Chichester • Coventry • Derby • Ely • Exeter • Europe • Gloucester • Guildford • Hereford • Leicester • Lichfield • Lincoln • London • Norwich • Oxford • Peterborough • Portsmouth • Rochester • Saint Albans • St Edmundsbury & Ipswich • Salisbury • Southwark • Truro • Winchester • Worcester
Aston • Barking • Basingstoke • Bedford • Bradwell • Brixworth • Buckingham • Colchester • Crediton • Croydon • Dorchester • Dorking • Dover • Dudley • Dunwich • Ebbsfleet • Edmonton • Fulham • Grantham • Grimsby • Hertford • Horsham • Huntingdon • Kensington • Kingston-upon-Thames • Lewes • Ludlow • Lynn • Malmesbury • Plymouth • Ramsbury • Reading • Repton • Richborough • Sherborne • Shrewsbury • Southampton • Saint Germans • Stafford • Stepney • Swindon • Taunton • Tewkesbury • Thetford • Tonbridge • Warwick • Willesden • Wolverhampton • Woolwich
Blackburn • Carlisle • Chester • Durham • Leeds • Liverpool • Manchester • Newcastle • Sheffield • Sodor und Man • Southwell
Beverley • Birkenhead • Bolton • Bradford • Burnley • Doncaster • Huddersfield • Hull • Jarrow • Knaresborough • Lancaster • Middleton • Penrith • Pontefract • Selby • Sherwood • Stockport • Warrington • Whitby

Uterusmyom

inkl.: Fibromyom des Uterus Gutartige Neubildungen des Uterus mit Morphologieschlüsselnummer M889 und Malignitätsgrad /0
Myome der Gebärmutter (Uterusmyome) sind die häufigsten gutartigen Tumoren der Frau; so weisen ca. 25 Prozent der Frauen nach dem 30. Lebensjahr Uterusmyome (englisch Fibroids) auf, etwa 25 Prozent von ihnen haben Beschwerden. Myome können einzeln vorkommen (solitäre Myome), oft aber sind sie in größerer Zahl in der Gebärmutter verteilt. Eine durch Myome vergrößerte Gebärmutter wird als Uterus myomatosus bezeichnet. Von ihrer Form her sind Myome meist rund, histologisch meist Leiomyome (Tumore der glatten Muskulatur).

Myome entstehen und wachsen unter dem Einfluss von Östrogenen, Progesteron und Wachstumsfaktoren, daher nur im gebärfähigen Alter (in der Zeit zwischen erster und letzter Menstruation der Frau): Junge Mädchen können keine Myome haben, nach der Menopause entstehen keine neuen Myome mehr und bereits bestehende Myome können dann schrumpfen und eventuell verkalken. Myome verschwinden in den Wechseljahren nicht, sind dann aber durch die fehlende Blutungssymptomatik (Ausnahme Patientinnen mit Hormonersatz-Therapie) selten therapiebedürftig. Das Auftreten von Myomen kann erblich bedingt sein (familiäre Risikogruppen), häufig finden sich Chromosomenaberrationen. Das für die Fumarase codierende FH-Gen kann betroffen sein. Bei afrikanischen Frauen treten Myome mit vielfach höherer Wahrscheinlichkeit auf, rund doppelt so häufig wie bei kaukasischen. Auch in Westindien und den französischen Überseedepartementen treten sie gehäuft auf, manche Quellen sprechen von einem bis zu neunmal höheren Risiko bei afrikanischen, afrokaribischen und afroamerikanischen Frauen.
Man unterscheidet nach der Lage des Myoms bezogen auf die unterschiedlichen Schichten des Uterus mehrere unterschiedliche Typen:
Abhängig von der Größe und Lage der Myome im Uterus sind zwar die meisten Frauen mit einem Myom beschwerdefrei, es kann aber auch zu massiv verstärkten, verlängerten Regelblutungen (bei intramuralen Myomen wegen Kontraktionsschwäche des Uterus bzw. bei submukösen Myomen wegen gestörter Schleimhautregeneration) und/oder Zwischenblutungen kommen, möglicherweise bis hin zum Auftreten einer sekundären Anämie.
Weitere mögliche Beschwerden sind:
In der Schwangerschaft, meist zwischen drittem und sechstem Monat, können in seltenen Fällen isoliert starke Schmerzen im Bereich des Myoms auftreten, bedingt durch eine Beeinträchtigung der Blutzufuhr, die zur Infarzierung und Nekrose des Myoms führt (auch als rote Degeneration bezeichnet). Sehr selten kann ein großes Myom bei entsprechender Lage ein Geburtshindernis darstellen, sodass ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) durchgeführt werden muss. Das Risiko einer Fehlgeburt und Frühgeburt kann bei Frauen mit großen intrauterinen (sich in der Gebärmutter befindenden) Myomen etwas erhöht sein. Blutungen in der Schwangerschaft sowie (selten) eine vorzeitige Plazentalösung können als Konsequenz einer subplazentaren Lage eines Myoms auftreten. Myome können manchmal eine Ursache für Sterilität (Unfruchtbarkeit) darstellen. Sie werden aber nur in 3 % der Fälle als Hauptursache für die Unfruchtbarkeit angesehen.
Abgesehen von der Größenveränderung können sich Myome auch strukturell verändern, meist aufgrund gestörter Durchblutung:
Myome der Gebärmutter sind gutartige Tumore, die an sich keinerlei Therapie benötigen. Durch ihre Lage in der Gebärmutter und/oder ihre Größe (von sehr klein bis zu 15 cm oder größer) können sie jedoch Beschwerden verursachen, was dann eine Therapie erfordern kann.

Heinrich Wilhelm Roß

Heinrich Wilhelm Roß (* 26. Mai 1876 in Wilhelmshaven; † 25. Juli 1922 in Wiesbaden) war ein deutscher Glas- und Dekorationsmaler.

Heinrich Wilhelm Roß war der zweite Sohn des Lehrers Freerk Roß und der Johanna Catharina Roß, geb. Hobbing. Er besuchte in Wilhelmshaven die Volksschule und begann anschließend eine Lehre als Maler, die er jedoch abbrach. Der Lehrbrief der Oldenburger Malerinnung vom 30. April 1894 bescheinigte, dass Roß „das Maler-Gewerbe in Drei Jahren ordnungsgemäß erlernt und sich während dieser Zeit Sehr gut betragen“ habe. Die Probearbeit „wurde mit dem 1. Preise ausgezeichnet“. Als Malergehilfe setzte er seine Arbeit bei Emil Spalthoff bis zum 14. Oktober 1894 fort. Von Mitte April bis Mitte Oktober 1895 war er als Gehilfe bei August Olbers (Olpers) während dessen Arbeiten an den Malereien in der Klosterkirche zu Duderstadt tätig. Der Architekt Ludwig Klingenberg erstellte am 30. Januar 1896 ein Zeugnis für Roß’ Studienzeit an der Oldenburgischen Kunstgewerbe Schule. Der Theatermaler Wilhelm Christian Gerhard Mohrmann (1849–1934) bescheinigte ihm „ganz hervorragende Talente“ am 28. Januar 1896. Zur selben Zeit studierte der Glasmaler Georg Karl Rohde in Oldenburg, mit dem Roß später in Bremen und Wiesbaden zusammenarbeitete.
Nach einer dreijährigen Militärzeit war Heinrich Wilhelm Roß als Student und Gehilfe von Hermann Schaper 1901 in Göttingen wo er an der Neuausgestaltung des Göttinger Rathauses beteiligt, u. a. an den Deckengewölben der Dorntze. Auch Schaper stellte Roß ein sehr günstiges Zeugnis über verschiedene große Dekorationsmalereien, welche nach Schapers Entwürfen ausgeführt wurden, aus und unterstützte ihn 1903 in seinem „Bestreben zur Gründung eines eigenen Geschäftes durch dieses Zeugnis“. Im selben Jahr war Roß als Mitarbeiter von Georg Karl Rohde an der Ausmalung zweier Priölken im Bremer Ratskeller beteiligt.
1904 heiratete er Luise Frieda Krug (1884–1968). Ab 1905 war Roß in Wiesbaden ansässig und ab 1906/07 Teilhaber der Firma Ross und Rohde. Die Firma war 1907 an zwei Glasbildern in der Wandelhalle des Kurhauses in Wiesbaden beteiligt. Ab 12. Februar 1921 wurde Roß laut Gewerbeanmeldung als Alleininhaber der Firma genannt. Am 25. Juli 1922 starb Heinrich Wilhelm Roß in Wiesbaden und hinterließ seine Frau Frieda, die Tochter Margarete Johanna Minna (1906–1932) und den Sohn Heinrich Friedrich Reimar (1911–1980).
Das Werk von Heinrich Wilhelm Roß ist bisher noch nirgendwo dargestellt. Selbst die Glasbilder in öffentlichen Gebäuden Kurhaus Wiesbaden, Wandelhalle, sind ihm und seinem Partner Georg Karl Rohde nicht zugeschrieben. Viele Glasfenster, Dekorations- und Wandgemälde haben den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Nach Aussage des Sohnes von Heinrich Wilhelm Roß, Fritz Ross, während des Dritten Reiches wegen des Heinrich-Heine-Zitates zerstört oder mit einer Holztäfelung abgedeckt. Beschreibung nach dem Entwurf von Roß:
Vergleicht man diese Beschreibung mit der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 aus den Bremer Nachrichten für die erste Nische, „ein lustiges Geranke von Blumenzweigen, zwischen denen Vögel herumflattern, Bandrollen mit geschmackvoll verteilter Schrift, eine ruhige Gesamthaltung der Farben“, so kann sie sehr wohl auf dieses nicht erhaltene Wandgemälde verweisen.
Beschreibung nach dem Entwurf von Heinrich Wilhelm Roß:
Aus der Bildbesprechung vom 24. Mai 1903 „Für das zweite der Priölken wird der Künstler in gleicher Weise, den Grundton des hellen Putzes nutzend, die Halbfiguren der zwölf Apostel zum Motiv nehmen […] umrahmt von Blattranken und Blumen.“ ist zu entnehmen, dass das Bild noch nicht vollendet ist und das heute noch existierende Bild, statt der zwölf Apostel nur noch St. Urban erscheint. Die Zwölf Apostel sind berühmte Weinfässer im Ratskeller.